Mecklenburg-Vorpommern setzt auf erneuerbare Energien und Gesundheit

Wien (APA) - Das deutsche Bundesland Mecklenburg-Vorpommern wird in Zukunft wirtschaftlich stark auf erneuerbare Energien und den Gesundheit...

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Wien (APA) - Das deutsche Bundesland Mecklenburg-Vorpommern wird in Zukunft wirtschaftlich stark auf erneuerbare Energien und den Gesundheitsbereich setzen, in beiden Bereichen werde auch mit österreichischen Unternehmen zusammengearbeitet. Das sagte Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) bei einem Hintergrundgespräch am Freitag in Wien, wo er anlässlich einer Feier zum Tag der Deutschen Einheit zu Gast war.

Um die Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns weiterhin anzukurbeln, setzt Sellering auf den Ausbau der bereits vorhandenen erneuerbaren Energien, vor allem in Form von Windparks an Land und auf See. „Wir sind jetzt so weit, dass wir den Strombedarf unseres Bundeslandes selbst decken können. In den nächsten Jahren wollen wir das Drei- bis Vierfache herstellen“, erklärte er. Das geschähe etwa in Zusammenarbeit mit Liebherr, einem österreichischen Unternehmen für Windkraftanlagen. „Österreich ist auf jeden Fall ein wichtiger ausländischer Investor“, bestätigte Sellering.

Auch im Gesundheitsbereich möchte Sellering nachlegen. Bei der nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft, bei der Fachkräfte aus verschiedenen Feldern medizinische Anliegen besprechen, sei Österreich bereits Partner gewesen. „Hier kommt es auf einen breit gefächerten Austausch an. Da haben wir eine sehr gute Zusammenarbeit“, so der Ministerpräsident.

Das im Nordosten Deutschlands gelegene Bundesland hatte nach dem Mauerfall, wie auch andere ehemalige DDR-Länder, mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. „Heute haben die östlichen Bundesländer oft Schwierigkeiten zu zeigen, welche positive Entwicklung sie durchgemacht haben“, sagte Sellering. Durch einen wirtschaftlichen Aufschwung sei Mecklenburg-Vorpommern „gut vorangekommen“, mit etwa zehn Prozent könne man momentan die niedrigste Arbeitslosenquote seit der Wende vorweisen. Als wichtiger Wirtschaftszweig des Bundeslandes gilt auch der Tourismus. Der Anteil an ausländischen Urlaubern sei laut Sellering aber noch deutlich zu gering. Unter den ausländischen Touristen im ostdeutschen Bundesland liegt Österreich derzeit auf Platz fünf.


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