Neues oö. Landesumweltprogramm setzt auf „Mitmach-Demokratie“

Linz (APA) - Das neue Landesprogramm „Kurs: Umwelt 2030“ will OÖ in den kommenden Jahren zu einer europäischen Modellregion in dem Bereich m...

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Linz (APA) - Das neue Landesprogramm „Kurs: Umwelt 2030“ will OÖ in den kommenden Jahren zu einer europäischen Modellregion in dem Bereich machen und setzt dabei auf „Mitmach-Demokratie“: Neben den Interessenvertretungen waren an der Erarbeitung sogenannte Bürgerräte beteiligt, berichtete der zuständige Landesrat Rudi Anschober (Grüne) in einer Pressekonferenz am Freitag in Linz.

Mit dem Landesumweltprogramm, das nach fast 20 Jahren ein früheres Maßnahmenpapier ablöst, will Anschober u.a. die von ihm mehrfach propagierte Ökologisierung der Wirtschaft weiter vorantreiben. Auch in der Landwirtschaft sei die Akzeptanz wichtig, betonte Landtagsabgeordneter Jürgen Höckner (ÖVP). „Da müssen wir einen Spagat schaffen.“ Das Thema Umwelt brenne allen auf der Seele, sagte der SPÖ-Landtagsabgeordnete Harald Baumgartner. Eine „Nagelprobe“ werde die Änderung des Raumordnungsgesetzes. Als ein weiterer Schwerpunkt wurde unisono die Verringerung von Flächenversiegelungen genannt.

Das erstellte Programm umfasst sechs Themenfelder: den Erhalt einer lebenswerten Umwelt, verantwortungsvolles Wirtschaften und Konsumieren, eine ökologische und gesunde Ernährung, nachhaltiges Bauen und Wohnen, eine umweltverträgliche Gestaltung der Mobilität sowie eine umweltorientierte und krisenfeste Ausrichtung der Infrastruktur. Der Landesrat bezeichnete das Maßnahmenbündel als eine Grundlage für künftige Gesetze und Arbeitsübereinkommen.

Trotz der Ablehnung durch die FPÖ - ihr Parteiobmann Manfred Haimbuchner ist Wohnbaulandesrat - gab sich Anschober optimistisch: „Ich erwarte mir auch von jenen, die nicht zugestimmt haben, dass sie einen derartigen Beschluss akzeptieren und respektieren und als Leitlinie anerkennen.“ Der freiheitliche Klubobmann Günther Steinkellner sprach in einer Aussendung von „eindeutig grün gefärbten standort- und wirtschaftsfeindlichen Utopien“. Das bereits früher erarbeitete Konzept „Energiezukunft 2030“ müsse dringend angepasst werden.

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