GM ruft erneut mehr als 500.000 Autos in die Werkstätten

Detroit (Michigan) (APA/Reuters) - Die Opel-Mutter General Motors (GM) muss erneut mehr als eine halbe Million Autos wegen technischer Mänge...

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Detroit (Michigan) (APA/Reuters) - Die Opel-Mutter General Motors (GM) muss erneut mehr als eine halbe Million Autos wegen technischer Mängel weltweit in die Werkstätten beordern. Der größte US-Autobauer rief am Freitag rund 524.000 Geländewagen der Marken Cadillac und Saab sowie fast 100.000 Kleinwagen vom Typ Chevrolet Spark zurück. Die meisten Autos wurden in den USA verkauft, einige wurden aber auch ins Ausland exportiert.

Bei den SUVs Cadillac SRX und Saab 9-4X könnten sich Verbindungsschrauben am Heck lockern, wodurch der Wagen bei hohem Tempo ausbrechen könnte. Deswegen sei es bereits zu drei Unfällen mit zwei Verletzten gekommen. Bei dem in Südkorea gebauten Chevrolet Spark bestehe die Gefahr, dass sich die Motorhaube wegen eines verrosteten Verschlussteils während der Fahrt öffne. Dies sei bereits in zwei Fällen in Großbritannien und bei einem Wagen in Dänemark geschehen.

Erst am Donnerstag hatte der Konzern rund 117.000 Pick-ups und Geländewagen wegen der Gefahr von Kurzschlüssen zur Reparatur geschickt. Damit kommt GM in diesem Jahr bereits auf 71 Rückrufe, von denen insgesamt fast 30 Millionen Fahrzeuge betroffen sind. Am schwerwiegendsten ist der Rückruf von 2,6 Millionen Autos wegen Zündschlossproblemen, die intern bereits seit Jahren bekannt waren und für den Unfalltod von mindestens 23 Menschen verantwortlich sein sollen.

Die Pannenserie kommt die Opel-Mutter GM teuer zu stehen. Die enormen Kosten zehrten den Gewinn im zweiten Quartal fast auf: Der Überschuss sackte um mehr als 80 Prozent auf umgerechnet 140 Millionen Euro ab.

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~ ISIN US37045V1008 WEB http://www.gm.com/ ~ APA484 2014-10-03/17:24


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