Asylbewerber zündete sich selbst an: schwer verletzt

Aus Verzweiflung, dass sein Asylantrag endgültig abgelehnt wurde, hat sich ein Mann aus dem Tschad angezündet. Er verletzte sich schwer.

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Paris – Weil sein Asylantrag in Frankreich endgültig abgelehnt wurde, hat sich ein Mann aus dem Tschad in einem Gerichtsgebäude selbst in Brand gesetzt und dabei schwer verletzt. Der Mann überschüttete sich am Freitag in der Eingangshalle des nationalen Asyl-Gerichtshofs in Montreuil bei Paris mit Benzin und zündete seine Kleider an, wie die Polizei mitteilte.

Der Mann erlitt schwere Verbrennungen am Kopf und am Oberkörper, schwebte aber nicht in Lebensgefahr. Die Behörden hatte vor einigen Monaten den Asylantrag des Mannes abgelehnt, wie der Generalsekretär des Asyl-Gerichtshofs, Pascal Girault, erklärte. Er legte dagegen Rechtsmittel ein, scheiterte damit aber vor Gericht. Am Freitag wollte er sich erkundigen, ob eine erneute Prüfung des Falls möglich ist und bekam am Eingangsschalter darüber Informationen. „In diesem Moment hat er sich mit Benzin überschüttet und seine Kleider angezündet“, sagte Girault.

Frankreichs Asyl-Gerichtshof prüft jedes Jahr die Fälle von rund 40.000 Asylbewerbern, deren Anträge abgelehnt wurden. Im vergangenen Jahr kassierte er in weniger als jedem fünften Fall die Behördenentscheidung und gewährte Asyl. Unterliegt ein Asylbewerber vor Gericht, wird sein Fall in der Regel nicht ein weiteres Mal geprüft. (APA/AFP)

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