EU-Kommission schlägt leichte Reduzierung der Tiefsee-Fangmengen vor

Brüssel (APA/dpa) - Zum Schutz mehrerer gefährdeter Tiefsee-Fischarten schlägt die EU-Kommission eine Kürzung der Fangmengen bis 2016 vor. „...

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Brüssel (APA/dpa) - Zum Schutz mehrerer gefährdeter Tiefsee-Fischarten schlägt die EU-Kommission eine Kürzung der Fangmengen bis 2016 vor. „Die Ökosysteme und Fischbestände in der Tiefsee sind durch menschliche Eingriffe (...) besonders gefährdet und müssen entsprechend geschützt werden“, erklärte EU-Fischereikommissarin Maria Damanaki am Freitag in Brüssel.

Deutsche Ostseefischer müssten sich demnach auf eine deutliche Kürzung von je 20 Prozent beim Rundnasen-Grenadier in den Jahren 2014 (auf 435 Tonnen) und 2015 (auf 348 Tonnen) einstellen. Beim Schleimkopf in Nord- und Ostsee schlägt die EU-Kommission für 2015 eine Kürzung um 5 Prozent auf 280 Tonnen vor. Bei vier Beständen schlägt die EU-Kommission eine Anhebung der Fangmenge vor, bei neun Beständen eine Kürzung und bei fünf Beständen eine Beibehaltung. Die Umweltschutzorganisation Oceana kritisierte die Kürzungen als ungenügend.

Tiefseefische machen nach Angaben der EU-Kommission nur ein Prozent der angelandeten Fänge im Nordostatlantik aus. Die Tiere wachsen langsam, daher sind die Bestände besonders empfindlich.

Auf der Grundlage dieser Vorschläge beraten die EU-Staaten über die Fangmengen. Im November sollen die zuständigen Minister entscheiden.

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