Spanien will Kanaren-Volksabstimmung über Erdölsuche verhindern

Las Palmas/Madrid (APA/dpa) - Die spanische Regierung will eine von den Kanaren angekündigte Volksabstimmung über eine umstrittene Erdölsuch...

  • Artikel
  • Diskussion

Las Palmas/Madrid (APA/dpa) - Die spanische Regierung will eine von den Kanaren angekündigte Volksabstimmung über eine umstrittene Erdölsuche im Atlantik verhindern. Man werde die für den 23. November anberaumte Befragung „gerichtlich anfechten“, sagte die für die Autonome Region der Kanarischen Inseln zuständige Vertreterin der konservativen Zentralregierung, Maria del Carmen Hernandez Bento, am Freitag in Las Palmas.

Madrid hatte dem Mineralölkonzern Repsol im August die Genehmigung erteilt, im Seegebiet zwischen den Kanaren und der marokkanischen Küste Probebohrungen vorzunehmen. Die kanarische Regierung und Umweltschutzgruppen protestierten dagegen. Am Donnerstag verkündete der regionale Regierungschef Paulino Rivero die Abstimmung.

Madrid hatte jüngst Verfassungsklage gegen ein Referendum über die Unabhängigkeit Kataloniens erhoben und darauf hingewiesen, dass Referenden nur vom Zentralstaat angesetzt werden dürfen.

Repsol-Präsident Antonio Brufau bezeichnete das Vorhaben Riveros als „politische Strategie“, von der man sich nicht bremsen lassen werde: „Wir haben eine Probebohrlizenz und werden weiter arbeiten.“

150 x Jahres-Vignette 2022 zu gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

Repsol hatte die Erlaubnis bekommen, gut 50 Kilometer vor Lanzarote und Fuerteventura drei Probebohrungen bis zu Tiefen von 3.000 bis 6.900 Metern vorzunehmen. Noch in diesem Jahr will man damit beginnen.


Kommentieren