Chailly debütierte als Scala-Musikdirektor mit Requiem für Abbado

Mailand (APA) - Mit einem großen Erfolg hat am Freitagabend das Abenteuer Riccardo Chaillys als Musikdirektor der Scala begonnen. Der Mailän...

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Mailand (APA) - Mit einem großen Erfolg hat am Freitagabend das Abenteuer Riccardo Chaillys als Musikdirektor der Scala begonnen. Der Mailänder Stardirigent dirigierte Verdis „Messa da Requiem“ in Erinnerung an den im Jänner verstorbenen Claudio Abbado.

Die deutsche Sopranistin Anja Harteros und die lettische Mezzosopranistin Elina Garanca begeisterten die Scala-Zuschauer. „Sie sind ein fantastisches Sängerinnen-Duo, was Klasse, Stil und Temperament betrifft“, kommentierte die Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ am Samstag. Lob erhielt auch der US-Tenor Matthew Polenzani, der Jonas Kaufmann ersetzte.

Stürmischen Beifall erntete die Aufführung des „Requiems“. Dieses gelte mehr als jedes andere Werk als „Visitenkarte der Scala in der Welt“, kommentierte „Corriere della Sera“.

Scala-Intendant Alexander Pereira hatte kürzlich betont, er erhoffe sich von der Zusammenarbeit mit Chailly viel. „Ich kenne Chailly seit 30 Jahren, wir haben in der Vergangenheit sehr gut zusammengearbeitet. Er wird an die Scala viel Erfahrung bringen, die er weltweit angesammelt hat, und seine große künstlerische Qualität. Außerdem ist er ein Mailänder. Seine Anwesenheit kompensiert jene eines nicht-italienischen Intendanten“, so Pereira.

Die laufende Spielzeit ist für die Scala besonders wichtig, da im kommenden Jahr die Weltexpo in Mailand geplant ist, die Millionen von Besuchern in die lombardische Hauptstadt locken wird. Wegen der Expo, die vom 1. Mai bis 31. Oktober 2015 stattfindet, soll die Scala jeden Abend Aufführungen für die 20 Millionen Besucher, die in der Stadt insgesamt erwartet werden, anbieten.


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