Mit der Kraft von drei Siegen gehen die Haie ins Westderby

Nach dem 3:2 nach Penaltyschießen in Graz empfangen die Haie heute (17.30 Uhr) EBEL-Krösus RB Salzburg zum Westderby.

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Von Tobias Waidhofer

Innsbruck –Eigentlich ist es ja nur ein Stehsatz. Wenn ein Spieler gegen seinen Ex-Verein trifft, sprechen die Reporter gerne von „Geschichten, die nur der Sport schreibt“. Auch die Innsbrucker Eishockey-Haie haben seit Freitagabend ihre romantisch angehauchte „Ausgerechnet-Geschichte“. Ausgerechnet Dustin Van Ballegooie war es, der mit seinem verwandelten Penalty den 3:2-Sieg im Penaltyschießen gegen seinen Ex-Klub Graz99ers fixierte. Drei Saisonen (2011–2014) hatte sich der Kanadier für die Steirer in die Eishockey-Schlachten geworfen und dabei 112 Scorerpunkte fabriziert. Am Freitagabend war die Nervenstärke des 32-Jährigen im Duell mit seinem alten Kompagnon – Graz-Goalie Danny Sabourin – der entscheidende Faktor für den dritten Haie-Sieg in Serie.

„Wir haben gekämpft und nie aufgegeben. Am Ende hatten wir natürlich auch das nötige Glück“, freute sich Verteidiger Stefan Pittl. Dass Torhüter Adam Munro wieder einmal aufzeigen konnte, ließ die zufriedenen Haie-Gesichter gestern fast schon leuchten. Vor allem, weil alle wissen, welch Faktor ein „Hexer“ in Topform sein kann. „Adam hat eine tolle Leistung gezeigt und uns auch lange im Spiel gehalten. Bei uns kämpft aber ohnedies jeder für jeden“, versichert Pittl, Worte, die in den Ohren von Trainer Christer Olsson wie Musik klingen müssen. Denn wie hatte der Coach schon vor dem Gastspiel in der Steiermark gemeint: „Hübsch muss es nicht aussehen, solange es erfolgreich ist.“

Das gilt auch für das heutige Heimspiel (17.30 Uhr) gegen Liga-Krösus RB Salzburg. „Es wird eine riesengroße Herausforderung für uns“, zeigt Olsson Respekt vor den Bullen. Angst sei allerdings fehl am Platz. „Vielleicht schaffen wir die Sensation. Wir freuen uns auf dieses Spiel.“ Ob sich die Bullen so richtig auf das erste Westderby der Saison freuen, weiß man nicht. Jedenfalls hat das Team nach der ersten Saisonniederlage (gegen Znojmo gab’s am Freitagabend ein 4:5 nach 3:1-Führung) schon wieder etwas gutzumachen. „Wir werden unsere Fehler analysieren und es gegen Innsbruck besser machen“, richtete Kapitän Matthias Trattnig eine Kampfansage in Richtung Tiwag-Arena. Klingt fast wie eine Drohung. Vor allem, weil die Salzburger (33 Tore) immer noch die beste Liga-Offensive aufweisen.


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