Lehrerstiftung als Exit-Strategie

Innsbruck – Für Elternvertreter sind die Voraussetzungen klar: Lehrer müssen nicht nur kompetent sein, sondern auch begeistern können, mit F...

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Innsbruck –Für Elternvertreter sind die Voraussetzungen klar: Lehrer müssen nicht nur kompetent sein, sondern auch begeistern können, mit Freude Wissen vermitteln, vor allem aber Kinder und Jugendliche mögen und gerne mit ihnen arbeiten.

Theodor Saverschel, Präsident des Bundesverbands der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen, ist selbst Lehrer. Er kennt Bedenken und Forderungen der Eltern, hat aber auch direkten Einblick in die Situation an den Schulen: „Bis zu 32 Schüler in einer Klasse, und alle müssen motiviert werden – Hut ab vor allen, die das schaffen!“ Es brauche bessere Arbeitsplätze, „ein halber Quadratmeter ist zu wenig“. Und bei manchen Fächern sei es schwierig, den Stoff spannend rüberzubringen. „Aber auch hier gibt es Möglichkeiten.“ Als Pädagoge sei es wichtig, Feedback einzuholen, „doch derzeit machen das meistens die guten Lehrer“. Wie in anderen Sparten auch, seien einige nicht dafür geeignet. „Wir haben deshalb eine Lehrerstiftung vorgeschlagen, eine Exit-Strategie mit Umschulungen, damit Kollegen leichter in anderen Berufen Fuß fassen können.“

Saverschel fordert, den Beruf aufzuwerten: „Die beiden letzten Regierungen haben es geschafft, den Lehrerstand zu diskreditieren.“ Nun gebe es zu wenige, die „krampfhafte“ Suche nach künftigen Pädagogen spiegle sich etwa darin wider, dass Einstiegstests an Pädagogischen Hochschulen immer leichter werden. Für Peter Retter, Tiroler Elternvertreter für Pflicht-, mittlere und höhere Schulen, ist die derzeitige pädagogische Ausbildung ein „Sauhaufen“ – alles sehr dilettantisch, „die Studenten sind verunsichert“. (ms)

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