Atomkonzern Areva kürzt wegen S&P-Rating Investitionen - Blatt

Paris (APA/Reuters) - Der französische Atomkonzern Areva wird einem Zeitungsbericht zufolge wahrscheinlich seine Investitionen zusammenstrei...

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Paris (APA/Reuters) - Der französische Atomkonzern Areva wird einem Zeitungsbericht zufolge wahrscheinlich seine Investitionen zusammenstreichen, um die Bonitätsnote nicht zu gefährden. Die Wochenzeitung „Le Journal du Dimanche“ berichtete ohne Angabe von Quellen, das Management der Firma werde wohl am Dienstag über die Kürzungen beraten.

Einen Tag später wird eine Entscheidung der einflussreichen Rating-Agentur Standard & Poor‘s (S&P) zur langfristigen Kreditwürdigkeit von Areva erwartet. S&P hat zuletzt mitgeteilt, eine Herabstufung zu prüfen.

Wird das Rating um eine Stufe oder mehr gesenkt, rutscht Areva in den sogenannten Ramschbereich. Dieser warnt Anleger vor spekulativen Investments. Viele Fonds müssen ihren Statuten zufolge solche riskanten Anlagen meiden. Insofern könnten bei einer Herabstufung durch S&P Areva-Aktien an der Pariser Börse weiter an Boden verlieren.

Areva wollte sich nicht zu dem Bericht äußern. Dem Blatt zufolge braucht das Unternehmen, das zu 87 Prozent der französischen Regierung gehört, 2 bis 3 Milliarden Euro, um die Bilanz aufzupäppeln. Der Staat könnte das Geld zur Verfügung stellen oder Areva in eine Allianz mit dem Versorger EDF drängen. Im ersten Halbjahr hatte Areva einen Verlust von 694 Mio. Euro hinnehmen müssen.


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