EU will Versicherer zu mehr Investitionen bewegen

Brüssel/Frankfurt (APA/Reuters) - Die EU-Kommission will einem Magazinbericht zufolge die Versicherer zu mehr Investitionen in die Infrastru...

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Brüssel/Frankfurt (APA/Reuters) - Die EU-Kommission will einem Magazinbericht zufolge die Versicherer zu mehr Investitionen in die Infrastruktur ermuntern. Im Gegenzug könnte die Behörde die Regulierung in der Branche lockern. Die EU-Kommission wolle Versicherungen Investitionen in die Infrastruktur schmackhaft machen, zitierte die „Wirtschaftswoche“ laut einem Vorabbericht vom Samstag aus EU-Kreisen.

Konkret soll im Regelwerk Solvency II das Risiko bei Infrastrukturmaßnahmen niedriger als bisher eingestuft werden, heißt es in dem Bericht So soll die Finanzierung des 300 Milliarden Euro schweren Konjunkturpakets gesichert werden.

Der Plan der Brüsseler Behörde entspricht den Forderungen der Branche. Schließlich suchen die Versicherer angesichts niedriger Zinsen auf fest verzinsliche Kapitalanlagen händeringend nach Möglichkeiten, das Geld ihrer Kunden langfristig sicher und rentabel anzulegen. Oft schnappen ihnen aber auch die ebenfalls unter Anlagedruck stehenden Pensionsfonds und Infrastruktur-Fonds Großprojekte wie die deutschen Stromtrassen weg.

„Wir würden gerne mehr machen, schließlich passen solche langfristigen Investments ideal zu uns“, sagte kürzlich der für Kapitalanlage verantwortliche Allianz -Vorstand Maximilian Zimmerer. Wenn die Allianz nur 3 Prozent ihrer Kapitalanlagen in Infrastruktur umschichte, käme ein zweistelliger Milliardenbetrag zusammen.

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Die zweitgrößte deutsche Versicherung, die Ergo-Versicherung, will nach Informationen des Berliner „Tagesspiegels am Sonntag“ ihre Investitionen in die Infrastruktur in den nächsten Jahren verzehnfachen. Derzeit habe die Tochter der Münchener Rück 250 Millionen Euro in Infrastrukturbeteiligungen gesteckt. „Wir wollen in den nächsten Jahren rund zwei Milliarden Euro in diesem Bereich investieren“, sagte ein Unternehmenssprecher dem Blatt.


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