IS-Jihadisten wollen Terrorkommandos als Flüchtlinge tarnen - Blatt

Berlin/Wien (APA/AFP/dpa) - Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) will laut einem Bericht offenbar mit einer neuen Taktik Terroristen in ...

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Berlin/Wien (APA/AFP/dpa) - Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) will laut einem Bericht offenbar mit einer neuen Taktik Terroristen in westeuropäische Länder schleusen. Als Flüchtlinge getarnt sollten jeweils vierköpfige IS-Kommandos die Grenze zur Türkei überqueren, berichtete die „Bild am Sonntag“ unter Berufung auf US-Sicherheitskreise. Österreichische Behörden sind nach eigenen Angaben bereits darüber informiert.

Von der türkischen Grenzen aus sollen die IS-Kämpfer mithilfe gefälschter Pässe weiter nach Westeuropa reisen, um Anschläge zu verüben. Nach Informationen der Zeitung gelang es US-Geheimdiensten, die verschlüsselte Kommunikation der IS-Führung zu dechiffrieren. Aus abgehörten Gesprächen erfuhren die US-Dienste demnach auch, dass die IS-Kommandos auf ihrem Weg nach Westeuropa keine Flugzeuge benutzen sollen. Hintergrund seien die vergleichsweise strengen Kontrollen an Flughäfen.

Den österreichischen Behörden sei dieses Szenario grundsätzlich bekannt, sagte Innenministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck am Sonntag der APA. Deswegen sei die Prüfung der einzelnen Asylanträge „von besonderer Bedeutung“, ergänzte er. Auch der Bundesverfassungsschutz (BVT) habe ein besonderes Augenmerk darauf.

Deutsche Behörden sind der Zeitung zufolge ebenfalls darüber informiert. Dies hätten Regierungskreise bestätigt, meldet die Nachrichtenagentur dpa.

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