Frankreichs Konservative wollen Sarkozy zurück

Paris (APA/dpa) - Mit großer Mehrheit wollen die Anhänger der konservativen französischen UMP-Partei Ex-Staatspräsident Nicolas Sarkozy als ...

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Paris (APA/dpa) - Mit großer Mehrheit wollen die Anhänger der konservativen französischen UMP-Partei Ex-Staatspräsident Nicolas Sarkozy als neuen Parteichef. Nach einer Umfrage für das „Journal du Dimanche“ wünschen sich 68 Prozent der Sympathisanten, dass Sarkozy (59) die für den 29. November geplante Wahl des Vorsitzenden gewinnt.

Dessen Rückkehr in die Politik wird jedoch von neuen Entwicklungen in der UMP-Affäre um fiktive Rechnungen für seinen Wahlkampf begleitet. Die französische Justiz leitete am Samstag Ermittlungsverfahren gegen drei frühere UMP-Kader wegen der „Bygmalion“-Affäre ein. Darunter ist der „Auge Sarkozys“ genannte enge Parteifreund Eric Cesari. Es geht um fiktive Rechnungen einer Kommunikationsagentur. Diese sollen der Partei dazu gedient haben, die rechtliche Begrenzung von Sarkozys Wahlkampfkosten im Jahr 2012 auf 22,5 Millionen Euro zu umgehen.

In der Präsidentenwahl 2012 unterlag Sarkozy gegen Francois Hollande. Die Wahl zum Chef der stark kriselnden Oppositionspartei gilt als Schritt zur Kandidatur für das Präsidentenamt 2017. Nach einer am Samstag veröffentlichten Befragung neigen die Franzosen insgesamt deutlich mehr zu Alain Juppe als dem konservativen Kandidaten. Der Bürgermeister von Bordeaux gilt ihnen als kompetenter und ehrlicher.

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