Israelisches Urteil: Palästinenser sollen für Anschlag entschädigen

Gaza (APA/dpa) - Ein israelisches Gericht will die Palästinenserbehörde dazu verpflichten, die Angehörigen von drei Opfern eines Anschlags z...

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Gaza (APA/dpa) - Ein israelisches Gericht will die Palästinenserbehörde dazu verpflichten, die Angehörigen von drei Opfern eines Anschlags zu entschädigen. Der Richter des Jerusalemer Bezirksgericht habe entschieden, dass die Autonomiebehörde für einen Feuerüberfall im Jahre 2001 Mitverantwortung trage, teilte eine Sprecherin am Sonntag mit.

Der Anschlag ereignete sich während des zweiten Palästinenseraufstands, der Intifada, die sich gegen die israelische Besatzung richtete. Bei dem Feuerüberfall auf einer Schnellstraße bei Jerusalem waren am 25. August 2001 drei Menschen getötet worden.

Die Palästinenserbehörde habe vor dem Überfall die Kommandanten von Terrorzellen mit Waffen ausgerüstet, obwohl sie wusste, welchem Zweck sie dienen sollten, entschied der Richter in Jerusalem. Der seit 2002 in Israel inhaftierte Fatah-Führer Marwan Barghouthi habe persönlich von dem Anschlag gewusst, hieß es zudem. Die Höhe der Entschädigungszahlungen soll zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt werden.

(Alternative Schreibweisen: Barguti, Barghouti)

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