Mehr Exporte und Beschäftigung: Liechtenstein gut unterwegs

Vaduz (APA/sda) - Liechtenstein ist volkswirtschaftlich gut unterwegs. Der am Dienstag veröffentlichte Konjunkturbericht zeigt Wachstum bei ...

Vaduz (APA/sda) - Liechtenstein ist volkswirtschaftlich gut unterwegs. Der am Dienstag veröffentlichte Konjunkturbericht zeigt Wachstum bei den Exporten sowie in der Beschäftigung.

Die direkten Warenexporte der liechtensteinischen Unternehmen erhöhten sich im ersten Halbjahr 2014 gegenüber dem ersten Semester des Vorjahres um 3,6 Prozent. Nicht enthalten darin sind wegen der Zollunion die Ausfuhren in die Schweiz.

Im Juli und August 2014 schwächten sich die Exporte ab, sodass für die ersten acht Monate ein Zuwachs von 3,4 Prozent resultierte. Wie das Amt für Statistik mitteilte, legten bis zum August insbesondere die Ausfuhren nach Deutschland, Österreich und in die USA zu. Leicht rückläufig entwickelten sich dagegen die Exporte nach Asien.

Kontinuierlich im Steigen begriffen ist die Zahl der Beschäftigten. 36.700 Personen arbeiten im Fürstentum, praktisch gleich viele wie der Kleinstaat Einwohner zählt. Etwa die Hälfte der Beschäftigten sind Pendler, die täglich vor allem aus der Schweiz oder aus Österreich nach Liechtenstein zur Arbeit fahren.

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Den stärksten Beschäftigungszuwachs verzeichneten die allgemeinen Dienstleistungen mit einem Plus von zwei Prozent. Im Finanzsektor betrug das Wachstum 1,2 Prozent.

Die drei größten Liechtensteiner Bankengruppen konnten im ersten Halbjahr einen Neugeldzufluss von netto 1,9 Mrd. Franken (1,6 Mrd. Euro) verbuchen. Das ist deutlich weniger Geld als im ersten Semester des vergangenen Jahres, als den Bankengruppen 4,2 Mrd. Franken zuflossen.

Das betreute Kundenvermögen erhöhte sich bis Mitte 2014 um 4,5 Prozent und erreichte 205 Mrd. Franken. Das statistische Amt schreibt dazu, da es sich um die Gruppenergebnisse der drei Banken handle, seien auch jene Kundenvermögen inbegriffen, die von ausländischen Tochtergesellschaften betreut würden.

Einen gewissen konjunkturellen Rückgang offenbaren die Verkäufe von 27 größeren Unternehmen aus verschiedenen Branchen. Die Erlöse schrumpften um acht Prozent, in der Industrie sogar um zehn Prozent.

Die Finanzdienstleister konnten ihre Umsätze halten, während der Sektor der Dienstleistungen einen Rückgang von drei Prozent hinnehmen musste. Erhoben wurden die Umsätze aufgrund der Mehrwertsteuer-Daten, wie das statistische Amt weiter mitteilte.


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