Pilotprojekt wirbt für Verständnis und Toleranz

Die Aktion „Miteinand“ wurde in Imst gestartet und soll sowohl Generationen als auch verschiedene Kulturen miteinander verbinden.

Von Alexander Paschinger

Imst –Eine erste Aktion hatte es bereits im Frühjahr gegeben, als Schüler der Neuen Mittelschule Imst Oberstadt einen Film zum Thema Humor drehten. Hauptdarsteller waren ältere Verwandte der Schüler. So näherten sich die Jugendlichen der Generation im dritten Lebensabschnitt, es ging um Verständnis und Toleranz.

Die Stadt Imst ist eine von sieben Tiroler Gemeinden, die am Pilotprojekt „Mit­einand“, das von Stadt und Land Tirol gefördert wird, teilnimmt. Dabei geht es darum, zwischen den Generationen, aber auch zwischen den Kulturen Brücken zu bauen. Erst am vergangenen Montag wurde der Ist-Stand der Stadt in einer Gruppe von 30 Personen aus allen Alterstufen sowie aus Schule, Pfarre, Gemeinde und Vereinen durchleuchtet, erklärt die zuständige Stadträtin Gitti Flür: „Es gibt 99 Vereine in Imst, die generationenübergreifend sind“, schildert Koordinatorin Johanna Heumader- Schweigl. Allein bei den Sportvereinen sind gut 300 Jugendliche aktiv, ergänzt Bürgermeister Stefan Weirather.

Für Landesrätin Beate Palfrader ist es vor allem das „Miteinander und Füreinander der Generationen“, das im Mittelpunkt des Projektes stehen sollte. Das Land und die Gemeinde teilen sich jedenfalls die Personalkosten für die Koordinatoren und Aktionen. Allein der Anteil des Landes für das Projekt in Imst beträgt 30.000 Euro.

Dazu gehört zum einen die Computeria, die demnächst in der HAK Imst entstehen und Senioren Zugang in die Computerwelt gewähren soll. Umgekehrt ist Mit-Koordinatorin Katharina Saurwein auf der Suche nach älteren Mentoren, die im Rahmen von „Mei VorSprung“ der jungen Generation auf dem Berufs- und Bildungsweg helfen.

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„Das Pilotprojekt passt perfekt als nächster Schritt bei unserer Stadtentwicklung“, erklärt Weirather. Vor zwei Jahren hatte man die Zukunftswerkstadt für die Innenstadt gestartet. „Ein Ergebnis war der Wunsch nach Plätzen für die Begegnung“, ergänzt Flür. Sie sieht die Errichtung dieser Plätze als „Hardware – und dieses ,Miteinand‘ ist die Software“.

Als Nächstes findet am 23. Oktober eine Veranstaltung im Stadtsaal statt. Dort sollen interessierte Bürger ihre Vorstellungen formulieren. Im November werden diese konkretisiert. Insgesamt soll das Pilotprojekt vorerst bis Ende 2015 Früchte tragen.


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