IS - Obama: Konflikt mit Terrormiliz „nicht über Nacht“ lösbar

Washington/Ayn al-Arab (APA/AFP) - US-Präsident Barack Obama hat im Kampf gegen die jihadistische Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) um Ge...

Washington/Ayn al-Arab (APA/AFP) - US-Präsident Barack Obama hat im Kampf gegen die jihadistische Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) um Geduld gebeten. „Es bleibt eine schwierige Mission“, sagte Obama am Mittwoch nach Beratungen mit ranghohen Militärvertretern im Pentagon. „Ich habe von Beginn an gesagt, dass dies nicht etwas ist, was über Nacht gelöst wird.“

An dem Treffen nahmen unter anderem Verteidigungsminister Chuck Hagel und Generalstabschef Martin Dempsey teil. Der Präsident begrüßte, dass die internationale Gemeinschaft sich der Gefahr der Jihadisten vereint entgegenstelle. Die „gute Nachricht“ sei, dass es einen „breiten Konsens“ im Nahen Osten und „unter den Nationen der Welt“ gebe, dass die IS-Miliz den Frieden und die globale Sicherheit bedrohe. Die USA führen eine Allianz mehrerer Staaten an, die in Syrien und im Irak Luftangriffe auf IS-Stellungen fliegen.

Das US-Verteidigungsministerium hatte vor Obamas Besuch allerdings die nüchterne Einschätzung abgegeben, dass Luftangriffe wohl nicht ausreichen werden, um die drohende Eroberung der nordsyrischen Grenzstadt Kobane (arabisch: Ayn al-Arab) zu verhindern. „Luftangriffe alleine werden (...) die Stadt Kobane nicht retten“, sagte Pentagon-Sprecher John Kirby. Auch andere Städte würden wahrscheinlich noch unter die Kontrolle der Jihadisten fallen. Im syrischen Bürgerkrieg fehle derzeit ein „williger, fähiger, effektiver Partner“, um es mit der IS-Miliz am Boden aufzunehmen. „Das ist einfach Fakt“, sagte Kirby.

Die USA wollen innerhalb eines Jahres rund 5.000 moderate syrische Rebellen für den Kampf gegen die Jihadisten ausbilden und ausrüsten. US-Generalstabschef Dempsey räumte Ende September aber ein, dass eher bis zu 15.000 vom Westen unterstützte Rebellen benötigt würden, um die von der IS-Miliz kontrollierten Gebiete im Osten Syriens zurückzuerobern. Im Irak setzen die USA auf die dortigen Regierungstruppen und kurdische Kämpfer. Den Einsatz von US-Bodenkampftruppen hat Obama ausgeschlossen.

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