Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller denkt in Rumänisch

Frankfurt am Main (APA/dpa) - Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller ist zwar mit dem Deutsch der Banater Schwaben aufgewachsen, denkt abe...

Frankfurt am Main (APA/dpa) - Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller ist zwar mit dem Deutsch der Banater Schwaben aufgewachsen, denkt aber fast immer in Rumänisch. „Weil ich sozialisiert bin auf Rumänisch. Es ist mir oft gar nicht bewusst, dass ich mit diesem rumänischen Wortbild im Grunde genommen arbeite“, gestand die 61-Jährige in Frankfurt bei der Vorstellung ihres Buchs „Mein Vaterland war ein Apfelkern“.

Folgerichtig sei für sie Frankfurt auch die Stadt des Geldes und der Banken: „Furt heißt auf rumänisch Diebstahl. Darum sind die Banken hier“, scherzte die in Rumänien aufgewachsene deutsche Autorin. In ihren bei Hanser erschienenen Lebenserinnerungen erzählt sie von ihrer Kindheit in Rumänien, ihren frühen Begegnungen mit der Literatur und dem Deutschland der 80er und 90er Jahre. 2009 war Müller mit dem Nobelpreis ausgezeichnet worden.

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