Deutschland und China wollen Marktzugang erleichtern

Berlin (APA/Reuters) - Deutschland und China wollen ihren Banken einen besseren Marktzugang gewähren. Beide Seiten stimmten zu, den Finanzin...

Berlin (APA/Reuters) - Deutschland und China wollen ihren Banken einen besseren Marktzugang gewähren. Beide Seiten stimmten zu, den Finanzinstituten der jeweils anderen Seite die gleichen Bedingungen zu gewährleisten, heißt es in einer Erklärung, die bei den dritten deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen am Freitag beschlossen wurde.

Vereinbart wurde zudem ein Finanzdialog auf hoher Ebene, der auch Kontakte der Zentralbanken einschließt. Zudem wird ein zügiger Abschluss des Investitionsschutzabkommens zwischen China und der EU angemahnt. Beide Seiten bekennen sich zu einer größeren Rolle der chinesischen Währung im internationalen Finanz- und Wirtschaftssystem.

Die Regierungen vereinbarten in der 35-seitigen Erklärung mit dem Titel „Innovation gemeinsam gestalten“ zudem erstmals auch einen strategischen Dialog in der Außen- und Sicherheitspolitik. Sehr stark wird der besondere Charakter der bilateralen Beziehungen betont. „Deutschland und China sind füreinander die jeweils wichtigsten Kooperationspartner in ihren jeweiligen Regionen“, heißt es in der Erklärung.

Die Staaten bekennen sich ausdrücklich zu einer offenen Weltwirtschaft, zu Handelsliberalisierung und gegenseitiger Offenheit für Investitionen. „Beide Seiten lehnen Handels- und Investitionsprotektionismus ab“, heiß es der Abschlusserklärung. Außerdem unterstreichen die Partner: „Beide Seiten stimmen überein, ihre umfassenden Wirtschaftsbeziehungen im Geist der Gleichberechtigung und der Gegenseitigkeit weiter auszubauen.“ Sie wollen „deutschen und chinesischen Unternehmen, die im jeweils anderen Land ansässig sind, eine fairere Behandlung“ gewähren.

TT-ePaper gratis testen und 2 VIP-Tickets für das Electric Love Festival gewinnen

Electric Love Festival

Besonders vertiefen wollen Deutschland und China die Zusammenarbeit in der Energiepolitik. „Ziel beider Länder ist es, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und damit auch von Importen zur Deckung ihres Energiebedarfs zu verringern“, heißt es. Dabei sollen die deutschen Erfahrungen mit der Energiewende genutzt werden, und zwar bei der Energieeffizienz und dem Ausbau erneuerbarer Energien. Hervorgehoben wird außerdem die „große Bedeutung des Schutzes von geistigem Eigentum für die Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern in den Bereichen Handel und Investitionen“.


Kommentieren