Zahl der Hinrichtungen in China auf 2400 gefallen
Im Jahr 2002 waren es noch 12000 Hinrichtungen gewesen.
Peking – Die Zahl der Hinrichtungen in China ist im vergangenen Jahr nach Schätzungen weiter auf 2400 gefallen. Das berichtete am Dienstag die in den USA ansässige Dui Hua Stiftung, die über gute Beziehungen zu chinesischen Justizkreisen verfügt. Heuer dürfte es wegen der mit mehr Todesstrafen verbundenen Anti-Terror-Kampagne in der Unruheregion Xinjiang zu keinem weiteren Rückgang kommen.
Rekord liegt bei 24.000 Hinrichtungen
Trotz der Abnahme der Exekutionen werden in China immer noch mehr Menschen hingerichtet als im Rest der Welt zusammen. Die Zahl wird als Staatsgeheimnis behandelt. Die renommierte Stiftung, die sich für politische Gefangene und Justizreformen in China einsetzt, stützt sich bei ihrer Schätzung auf veröffentlichte Äußerungen hoher Justizbeamte und eigene Informationen.
Der Rekord lag demnach 1983 bei 24.000 Hinrichtungen. 2002 waren es noch 12.000. Seit 2007 müssen alle Todesurteile wieder vom Obersten Gericht in Peking überprüft werden, was zu dem starken Rückgang der Zahlen geführt hat. 2013 sollen sogar 39 Prozent der Todesurteile an untere Gerichte in den Provinzen zur weiteren Beweiserhebung zurückgegeben worden sein. (APA/dpa)