Innsbruck

Stuntman bezwang mit einem Motorroller die Bergiselschanze

Die Bergiselschanze in Innsbruck war am Samstag Schauplatz eines spektakulären Weltrekords: Günter Schachermayr (36) aus Oberösterreich bezwang mit seiner umgebauten Vespa die steile Anlaufspur.

Innsbruck – Eigentlich rasen Skispringer auf der Bergisel-Schanze hinunter. Nicht so an diesem Samstag: Günter Schachermayr aus Oberösterreich setzte sich am Schanzentisch auf seine Vespa und drückte aufs Gas. Der Motoroller (Jahrgang 1977, 8,9 PS) schaffte nach zwei missglückten Anläufen 88 Meter. Rund zehn Meter fehlten bis zur Startposition der Skispringer.

„Ich bin durchgedreht vor Freude“, sagte Schachermayr nach dem spektakulären Stunt. Er sei weltweit der erste Motoroller-Fahrer, der den Anlauf einer Skisprungschanze bezwungen habe. Mit seinem Weltrekord will er nun ins „Guinness World Records“-Buch.

Der Oberösterreicher und sein 35-köpfiges Team hatten den Hinterreifen der Vespa mit Spikes ausgestattet, um für den nötigen Halt auf der teilweise 35 Grad steilen Anlaufspur zu sorgen.

Als nächstes will Schachermayr auf der 200 Meter hohen Staumauer des Kölnbreinspeichers, Österreichs höchster Talsperre in Kärnten, die weltweit schrägste Motoroller-Fahrt absolvieren. Dafür lässt er sich auf einem Seil bis auf 100 Meter absenken, um anschließend 600 Meter quer zu fahren. Sein größtes Ziel ist allerdings eine Fahrt in der Troposhäre: Schachermayr will in New Mexico (USA) mit dem Roller mit Hilfe eines Hubschraubers auf einem Stahlseil 2200 Meter hochfahren und letztlich eine Höhe von rund 4250 Meter erreichen.

Seinen nächsten Stunt in Tirol hat Schachermayr ebenfalls bereits im Visier: Im nächsten Jahr will er die Europabrücke bewältigen. Er plant, mit seinem Motoroller auf einem Stahlseil einen Brückenpfeiler abwärts zu fahren.

Der umtriebige Oberösterreicher war mit seiner Vespa bereits nur auf dem Hinterrad die Großglockner-Hochalpenstraße hinaufgetuckert. (TT)

Nervosität und tiefe Konzentration im Gesicht von Günter Schachermayr.
Die 8,9 PS der Vespa mussten auf der steilen Schanze ordentlich arbeiten.
Jubel nach 88 Metern. Zur Startposition der Skispringer fehlten nur knappe zehn Meter.

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