Entgeltliche Einschaltung

App hilft mit Schnelltest und Notruffunktion bei Schlaganfall

Neben einem einzigartigen Schlaganfallpfad gibt es nun auch eine Schlaganfall-App in Tirol. Mithilfe mobiler Unterstützung soll einem Patienten im Notfall schneller geholfen werden.

  • Artikel
  • Diskussion
Symbolfoto.
© Thomas Böhm

Innsbruck – Viele Menschen würden laut Tirols Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg noch zurückschrecken, „die Rettung bei Vorliegen von Schlaganfallsymptomen zu verständigen“, erklärt der Politiker am Mittwoch. Gemeinsam mit dem Obmann der Tiroler Gebietskrankenkasse, Werner Salzburger, präsentierte er eine neue App für Tiroler: Mit der Schlaganfall-App soll das Handy im Notfall schnell für Unterstützung sorgen. Die Anwendung für Smartphones enthält einen Test für das persönliche Schlaganfall-Risiko und Informationen zur Vorbeugung der akuten Verletzung des Gehirns.

Entgeltliche Einschaltung

App und weitere Infos:

www.schlaganfall-tirol.info

„Wenn etwa ein Familienmitglied plötzlich unter Lähmungserscheinungen leidet, sich von einer Minute auf die andere nicht mehr ausdrücken kann oder heftige Kopfschmerzen bekommt, ermöglicht der Griff zum Handy mit dem kostenfreien App einen Schnelltest zur sofortigen Abklärung der Situation“, beschreibt Salzburger die Funktionen. Zudem könne man mithilfe der App den Notruf wählen.

Reformprojekt zeigt Wirkung

1300 Schlaganfallpatienten gibt es jährlich in Tirol, durch eine Informationsoffensive habe sich laut einer Aussendung des Landes eine „deutliche Verbesserung des Wissenstandes der Tirolerinnen und Tiroler ergeben“. 57 Prozent würden laut einer Umfrage zumindest zwei Symptome des Schlaganfalls benennen. Die Schlaganfall-App ist ein weiterer Baustein des Projektes „Integrierter Patientenpfad Schlaganfall Tirol“, ein Reformprojekt des Landes.

Seit Mitte 2009 werden in Tirol alle Schlaganfallpatienten im „Pfad“ behandelt. Es handelt sich um das erste umfassende Betreuungsprogramm für Schlaganfallpatienten weltweit, das den Bogen von Aufklärungskampagnen in der Bevölkerung über die bestmögliche Akutbehandlung bis hin zur strukturierten Nachbetreuung und ambulanten Rehabilitation spannt. „Bereits zwei von drei Tiroler Schlaganfallpatient werden wieder gesund“, zieht Landesrat Tilg Bilanz. (tt.com)


Kommentieren


Schlagworte

Entgeltliche Einschaltung