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Europas Leitbörsen zu Mittag befestigt

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch im Mittagshandel weiterhin befestigt tendiert. Der 50 führende Unt...

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Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch im Mittagshandel weiterhin befestigt tendiert. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 verbesserte sich um moderate 0,04 Prozent auf 3.037,23 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 12.05 Uhr mit 9.128,14 Punkten und einem Aufschlag von 0,66 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London steigerte sich 0,62 Prozent und steht nun bei 6.442,06 Stellen.

Einige unerwartet positive Unternehmenszahlen zum dritten Quartal und starke Wall Street-Vorgaben hätten die Kurse gestützt, hieß es aus dem Handel. Das Kapital kehre zurück, konstatierte ein Marktexperte. „Der Risikoappetit bei den Anlegern hat zuletzt wieder ein wenig zugenommen. Zudem fängt in Kürze mit den Monaten November und Dezember statistisch betrachtet eine äußerst starke Marktphase an. Viele Marktteilnehmer hoffen auf eine Jahresend-Rally“, sagte ein Analyst.

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Da zur Wochenmitte dies- und jenseits des Atlantik keine wichtigen Wirtschaftsdaten auf der Agenda stehen, dürften vor allem die Beschlüsse der zweitägigen Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank Fed das Interesse der Anleger auf sich ziehen. „Dass die Notenbank ihr Anleihekaufprogramm beenden wird, ist wohl ausgemachte Sache, aber die Anleger erhoffen Hinweise auf den Zeitpunkt der ersten Leitzinsanhebung“, schrieb ein Investmentanalyst.

Vorgelegte Quartalszahlen rückten die entsprechenden Unternehmen ins Blickfeld. Die Aktien der Deutsche Bank verbilligten sich nach dem präsentierten Quartalsbericht 1,2 Prozent. Ihre zahlreichen Rechtsstreitigkeiten belasten den deutschen Branchenprimus weiter schwer. Unter dem Strich rutschte er in die roten Zahlen. Um die Probleme in den Griff zu bekommen, beschloss der Aufsichtsrat am Dienstagabend einen Umbau im Vorstand.

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Wie am Vortag standen Sanofi unter Verkaufsdruck. Nachdem die Papiere des Pharmakonzerns am Vortag wegen trüber Preisaussichten für Diabetesmittel in den USA bereits mehr als 10 Prozent verloren hatten, sackten sie um weitere 3,8 Prozent ab. Gründe für die erneut steile Abwärtsbewegung waren Abstufungen und Kurszielsenkungen vieler Analysten. Am Morgen hatte Sanofi zudem die sofortige Trennung von Konzernchef Chris Viehbacher bekanntgegeben.

Titel von BBVA büßten 2,6 Prozent ein. Die spanische Großbank hat ihren Gewinn im dritten Quartal mehr als verdreifacht. Analysten hatten allerdings mit noch mehr gerechnet.

Bester Wert im Leitindex der Eurozone waren Schneider Electric, die sich um 2,9 Prozent verteuerten. Stärkere Investitionen in den USA und eine zaghafte Erholung in Westeuropa haben dem Elektrotechnikkonzern im dritten Quartal mehr Umsatz als erwartet beschert.

Europas drittgrößter Ölkonzern Total hat im dritten Quartal auch wegen sinkender Ölpreise weniger verdient. Analysten hatten aber einen noch deutlicheren Einbruch erwartet. Ein Sparprogramm soll zudem für Entlastung sorgen. Die Quartalsdividende hielt das Unternehmen stabil zum Vorquartal. Die Total-Aktien stiegen um 1,5 Prozent.

Air France-KLM gewannen nach Kursverlusten im Frühhandel um 2,3 Prozent an Höhe. Der wochenlange Pilotenstreik kommt der Fluglinie teuer zu stehen. Der Umsatz sank im dritten Quartal um sieben Prozent auf 6,7 Mrd. Euro, der operative Gewinn hat sich mit 247 Mio. Euro mehr als halbiert.

Sicroelectronics knickten nach überraschend schwachen Quartalszahlen um neun Prozent ein. Der Halbleiterkonzern verfehlte die Umsatzerwartungen des Marktes im abgelaufenen Quartal. Das Unternehmen begründete die triste Geschäftsentwicklung mit einer schwachen Nachfrage.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA252 2014-10-29/12:11


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