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Siedlungspläne: Netanyahu lehnt Zugeständnisse an Palästinenser ab

Trotz scharfer internationaler Kritik hält der israelische Regierungschef an den Bauplänen im Westjordanland und in Ostjerusalem fest.

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Ein Blick auf ein Baustelle einer neuen jüdischen Siedlung im Westjordanland.
© EPA

Jerusalem/Ramallah – Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu will trotz der wachsenden Kritik an den Siedlungsprojekten in den besetzten Gebieten festhalten. „Ich werde keine Zugeständnisse machen, die unser Land in Gefahr bringen“, sagte Netanyahu am Mittwoch im israelischen Parlament. Für Israel gehe es um die „Sicherheit und Einheit Jerusalems“.

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Netanyahu reagierte damit auf einen am Dienstag im Netz veröffentlichten Artikel des US-Magazins „The Atlantic“, in dem ein Mitarbeiter des Weißen Hauses ihn wegen der Baupläne kritisierte. „Er wird nichts tun, um eine Einigung mit den Palästinensern oder den arabischen Staaten zu erreichen“, wurde der namentlich nicht genannte US-Regierungsvertreter in dem Bericht zitiert. Netanyahu sei ein „Feigling“ und denke nur an seine politische Karriere. Der israelische Regierungschef verbat sich die Verbalattacke. „Ich wurde einzig und allein angegriffen, weil ich den Staat Israel verteidige“, erklärte Netanyahu.

Israel will im Westjordanland und im besetzten Ostjerusalem tausende Wohnungen für jüdische Siedler bauen. Die Palästinenserführung warnte daraufhin vor einer Gewaltexplosion und warf Israel vor, den Friedenspfad verlassen zu haben. Die Pläne stießen auch in den USA und der EU auf deutliche Kritik. Das Auswärtige Amt äußerte sich ebenfalls besorgt. Am Mittwoch wollte sich der UNO-Sicherheitsrat mit der Angelegenheit befassen. (APA/AFP)


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