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US-Förderung für an der MedUni Wien entwickelten HPV-Impfstoff

Wien/Washington (APA) - Für einen an der MedUni Wien entwickelten Impfstoff der nächsten Generation gegen humane Papillomviren (HPV) gibt es...

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Wien/Washington (APA) - Für einen an der MedUni Wien entwickelten Impfstoff der nächsten Generation gegen humane Papillomviren (HPV) gibt es jetzt eine Förderung aus den USA. Das National Cancer Institute stellt mindestens 3,5 Millionen Dollar (2,75 Mio. Euro) zur Verfügung, teilte die MedUni am Donnerstag in einer Aussendung mit. Damit sei der Grundstein für klinische Tests auf dem Weg zur Zulassung als Impfung gelegt.

Der Impfstoff wurde von einem Team um Reinhard Kirnbauer an der Abteilung für Immundermatologie der MedUni Wien gemeinsam mit Christina Schellenbacher und mit Unterstützung durch den Forschungsförderungsfonds (FWF) und durch den Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) entwickelt. Seine hohe Wirksamkeit habe er bereits im Jahr 2013 in einer präklinischen Studie bewiesen.

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Das Forschungsteam um Kirnbauer konnte jetzt in einem Auswahlverfahren die Unterstützung des PREVENT Cancer Program des NCI gewinnen, welche zumindest 3,5 Millionen Dollar beträgt. Über die nächsten eineinhalb Jahre wird der neuartige Impfstoff unter cGMP-Bedingungen („current good manufacturing practice“, Richtlinien zur Qualitätssicherung der Produktionsabläufe und -umgebung, Anm.) in den USA erzeugt. In einem zweiten Schritt wird er für die Zulassung als IND (Investigational New Drug) durch die FDA (Food and Drug Administration) vorbereitet. Dies ist eine Voraussetzung, um bereits geplante klinische Studien durchführen zu können.

Die Finanzierung durch das NCI sei ein entscheidender Schritt hin zur klinischen Testung, unterstreiche aber auch „die herausragende Bedeutung“ des neu entwickelten Impfstoffs, betonte die MedUni. Dazu Kirnbauer: „Es handelt sich bei unserem neuen HPV-Impfstoff um einen der seltenen Fälle, in denen das NCI einer Forschungsgruppe außerhalb der USA dieses ‚Gütesiegel‘ erteilt, indem es die Produktion eines Impfstoffs für klinische Studien ermöglicht.“

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Bereits im Labor und in präklinischen Tests zeigte sich eine gegenüber den bisher erhältlichen Impfstoffen deutlich breitere Wirksamkeit gegen eine Vielzahl von Hoch- und Niedrig-Risiko-Typen von HPV, erklärten die Forscher. Darüber hinaus verspreche der neue Wirkstoff erstmals auch Schutz gegen HPV-Typen, welche verschiedene Arten von Hautwarzen verursachen.

Im Gegensatz zu den bisher erhältlichen Impfstoffen - Kirnbauer ist auch ein Erfinder der hier enthaltenen HPV16 VLP - mit zwei bzw. vier Antigenen verfügt der neuartige Wirkstoff laut MedUni nur über ein einzelnes Antigen (HPV16 RG1-VLP) und sei daher technisch einfacher und ökonomischer in der Herstellung. Die HPV-Vakzine ist nach der Hepatitis-B Vakzine der bisher erst zweite wirksame Krebsimpfstoff.


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