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Iran reagiert empört auf Kritik an der Hinrichtung von junger Frau

Teheran (APA/dpa) - Der Iran hat die internationale Kritik an der Hinrichtung der 26-jährigen Rejhaneh Jabbari zurückgewiesen. „Diese Akte h...

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Teheran (APA/dpa) - Der Iran hat die internationale Kritik an der Hinrichtung der 26-jährigen Rejhaneh Jabbari zurückgewiesen. „Diese Akte hat laut iranischen Gesetzten alle legalen Kriterien voll und ganz erfüllt“, sagte Außenamtssprecherin Marsieh Afkham laut Nachrichtenagentur Fars am Donnerstag. Daher sei die internationale Kritik eine unsachliche Einmischung in den juristischen Belanges des Irans.

Jabbari war 2009 wegen Mordes an dem Chirurgen und früheren Geheimdienstmitarbeiter Morteza Abdolali Sarbandi im Jahr 2007 zum Tod verurteilt worden. Dem UNO-Sonderberichterstatter für Menschenrechte im Iran, Ahmed Shaheed, zufolge hatte Sarbandi die Frau als Innenarchitektin engagiert. In seiner Wohnung soll er die damals 19-Jährige körperlich und sexuell angegriffen haben, woraufhin sie ihn in Selbstverteidigung erstochen habe.

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Nachdem die Familie des getöteten Mannes eine Begnadigung - die sie nach dem im Iran geltenden islamischen Recht (Sharia) erteilen kann - mehrfach abgelehnt hatte , wurde sie am Samstag in einem Gefängnis gehängt.

Bereits während des Prozesses gingen Menschenrechtler und UNO-Vertreter mit der iranischen Justiz ins Gericht. Der Vorwurf lautete unter anderem, Jabbari habe kein faires Verfahren erhalten und Beweise seien zurückgehalten worden. Das Urteil basiere möglicherweise auf Geständnissen, die durch folterähnlichen Druck erzwungen worden seien.

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