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Schneekönig und Asphaltkaiser

Mit dem X6 will BMW als Erfinder der Gattung Sports Activity Coupé die Konkurrenz weiter auf Distanz halten. Der Crossover geht optisch und technisch verfeinert ins Rennen.

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Ab 6. Dezember ist die zweite Generation des X6 im Handel.Foto: Hersteller

Von Walter Schrott

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Sölden –SUV oder Sportwagen? Diese Frage stellt sich beim Anblick des BMW X6. Die Antwort: Es gibt kein Oder, er ist beides in einem. Damit haben die Bayern vor rund sechs Jahren eine Nische aufgemacht, die sie bis dato konkurrenzlos besetzen. Was wurd­e nicht gelästert und gelächelt über dieses neue Konzept. Doch mittlerweile sind die Kritiker mäuschenstill geworden. Der X6 hat scharenweise die Autofans in seinen Bann gezogen. Rund 260.000 Käufer hat er als neue Gattung namens Sports Activity Coupé bisher gefunden. Kein Wunder, dass die Konkurrenz munter wird. Mercedes jedenfalls wittert Morgenluft und will in absehbarer Zeit mit dem GLE Coup­é dagegenhalten. Bis dahin freilich sind die Bayern schon wieder einen Schritt voraus.

Die Neuauflage des X6 orientiert sich in der Frontpartie insgesamt am ebenfalls neuen und sortenreinen SUV-Bruder X5, grenzt sich aber mit markanteren Lufteinlässen optisch doch ein bisserl ab. Ab der A-Säule geht das Allradcoup­é wie gehabt aber eigene Wege. Dabei ist es den Designern gelungen, das mächtige Heck im Vergleich zum Vorgänger deutlich harmonischer zu zeichnen. Fein, dass dabei auch die Lade­kante eine Spur abgesenkt werden konnte.

Obwohl die Mitgift üppiger ausgefallen ist, hat sich am Gewich­t des bayrischen Machos nichts geändert. Im Gegenteil, je nach Modell hat der X6 bis zu 40 Kilo abgespeckt. Bi-Xenon-Scheinwerfer, 19-Zoll-Leichtmetallräder, eine Zweizonen-Klimaautomati­k, das 8-Gang Steptronic Sport-Getriebe einschließlich Schaltwippen am Lenkrad, ein auto­matisch abblendender Innenspiegel und das Sicherheitspaket Driving Assistant gehören jetzt unter anderem zum serienmäßigen Lieferumfang. Viele Styling-, Technik- und Sicherheitsfeatures sind optional im Angebot. Absoluter Wohlfühlfaktor im sportlichen Cockpit, wo BMW wieder einmal alle Register gezogen hat, um den Premium­anspruch auf ein neues Level zu heben. Exzellente Leder-Sitzmöbel, perfekte Ergonomie und höchste Material- und Verarbeitungsqualität machen das Leben an Bord zum Erlebnis. Zudem gibt’s mehr Platz fürs Gepäck. Das Ladeabteil schluckt bei umgelegten Rücksitzen üppige 1525 Liter, um 75 Liter mehr als beim Vorgänger. Die Heckklapp­e öffnet und schließt sich per Fernbedienung, Knopfdruck oder – auf Wunsch – per Sensor elektrisch.

Unter der mächtigen Haube schnurren wahlweise 6- und 8-Zylinder-Triebwerke. Zum Marktstart am 6. Dezember sind der 450 PS starke V8-Benziner, der von drei Turboladern beatmete Reihen-Sechszylinder-Diesel mit 381 PS sowie der 258 PS starke Reihen-Sechser-Diesel mit 258 PS verfügbar. Im Frühjahr gesellen sich ein Turbodiesel mit 313 PS und ein Benziner mit 306 PS zur Motorenfamilie. Alle Aggregat­e erfüllen die Abgasnorm EU6 und verbrauchen im Vergleich zum Vorgänger um bis zu 22 Prozent weniger Treibstoff.

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Ein technisches Highlight ist natürlich der intelligente Allradantrieb xDrive, mit dem BMW seine nunmehr 25-jährige Allradkompetenz krönt. Ein­e erste Bewährungsprobe am Fuße des Rettenbachferners im Ötztal hat der brandneue X6 im Rahmen des BMW-Wintertrainings in Eis und Schnee mit Bravour bestanden. Dass er auf Asphalt ausgesprochen zackig unterwegs ist, stand sowieso nie in Frage. Wie wichtig xDrive für die Mark­e ist, zeigt die Statistik. Aktuell liegt der BMW-Allradanteil in Österreich bei 61,4 Prozent. Das heißt, dass zwei von drei Fahrzeugen mit Allradantrieb ausgeliefert werden. Und der ist mittlerweile für 22 BMW-Modellreihen verfügbar.

Nur der Blick in die Gebührenordnung könnte allfällige Begehrlichkeiten dämpfen. Unter 74.500 Euro (30d mit 258 PS) geht gar nichts. Der 40d mit 313 PS startet bei 81.400 Euro, der M50d mit 381 PS und 101.500 Euro am Preisschild toppt die Ölbrenner-Truppe. Wer sich zur Benziner-Minderheit bekennt, muss für den 306 PS starken 35i mindestens 79.950 Euro und für den 450 PS starken 50i 100.950 Euro locker­machen.


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