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Wuppertal sucht neuen Opernchef: Toshiyuki Kamioka hört vorzeitig auf

Wuppertal (APA/dpa) - Wuppertal muss sich überraschend auf die Suche nach einem neuen Chef für Oper und Sinfonieorchester machen. Operninten...

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Wuppertal (APA/dpa) - Wuppertal muss sich überraschend auf die Suche nach einem neuen Chef für Oper und Sinfonieorchester machen. Opernintendant und Generalmusikdirektor Toshiyuki Kamioka gibt beide Ämter zum Ende der Spielzeit 2015/16 vorzeitig ab. Er werde nach Japan zurückehren und dort die Leitung eines Sinfonieorchesters übernehmen, so Kamioka am Mittwoch in einer Sondersitzung des städtischen Kulturausschusses.

Kamioka bestätigte damit Gerüchte, die in den vergangenen Tagen die Runde gemacht hatten. Er habe der Stadt vorgeschlagen, zwei Monate in Japan arbeiten zu können, dabei aber seine Wuppertaler Positionen zu behalten, erläuterte der Opernintendant. Darauf habe sich die Stadt aber nicht einlassen wollen.

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„Oper und Orchester erfordern eine ganze Arbeitskraft“, machte Oberbürgermeister Peter Jung (CDU) die Haltung der Stadt deutlich. „Wir halten eine achtwöchige Abwesenheit für nicht damit vereinbar.“ Die Doppelposition von Oper- und Orchesterchef sei auf Kamioka nach eigenem Wunsch zugeschnitten worden. „Wenn er seine ganze Arbeitskraft nicht in den Dienst der Stadt stellen kann, dann trennen wir uns.“

Zugleich äußerte Jung sein Bedauern über den Weggang Kamiokas: „Seine Erklärung hat uns bestürzt und traurig gemacht.“ Kamioka, der seit zehn Jahren in Wuppertal ist, habe das Sinfonieorchester in dieser Zeit zu einem A-Klangkörper geformt. Ursprünglich sollte Kamiokas Vertrag als Generalmusikdirektor und Opernintendant bis mindestens 2019 laufen.

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Die Stadt will nach Worten Jungs nun bis Ende des Jahres einen Weg finden, wie es mit Oper und Sinfonieorchester nach Kamiokas Weggang weitergeht. Als brisant gilt, dass Wuppertals Oper derzeit kein festes Ensemble hat. An dessen Entlassung hatte der Japaner seine Intendanz geknüpft. Seit dieser Spielzeit setzt die Stadt auf den in Deutschland unüblichen „Stagione“-Betrieb mit Gastsängern und zügig wechselnden Aufführungen. Das Modell ist in der Wuppertaler Kulturszene heftig umstritten.


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