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Ungarns Premier Orban wehrt sich gegen Vorwurf von Russland-Nähe

Budapest (APA/Reuters) - Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat Vorwürfe westlicher Diplomaten zurückgewiesen, er betreibe eine zu stark...

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Budapest (APA/Reuters) - Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat Vorwürfe westlicher Diplomaten zurückgewiesen, er betreibe eine zu starke Annäherung an Russland. Ungarn stehe zu dem EU-Kurs, die territoriale Integrität der Ukraine zu verteidigen. Gleichzeitig warnte er aber vor einem neuen Kalten Krieg in Europa.

„Das ungarische geopolitische Interesse ist es, einen neuen Kalten Krieg über unseren Köpfen zu verhindern“, sagte Orban am Donnerstag in Budapest bei einem Treffen mit im Ausland lebenden Ungarn. „Unsere Aufgabe ist es, unsere eigenen Interessen und unser eigene Position festzulegen.“

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Orban war in den vergangenen Tagen mehrfach eine Anlehnung an Russland vorgeworfen worden. Seine Regierung hat einen milliardenschweren Auftrag für den Ausbau des Atomkraftwerkes Paks nach Russland vergeben. Außerdem unterstützt das Land - ebenso wie Österreich - den Bau der South-Stream-Gaspipeline, mit dem russisches Gas nach Südeuropa geliefert werden sollen. Zudem hat Ungarn seine Gaslieferungen an die Ukraine gestoppt, das mit Lieferungen aus der EU eine russische Gas-Blockade verhindern will. Dies bedeute aber keine Abkehr von der EU-Politik, betonte der in der Europäischen Union etwa wegen seiner als restriktiv kritisierten Medienpolitik umstrittene Orban. Die Ukraine sei ein „Puffer“ zwischen Russland und Ungarn. Ausdrücklich nannte er die deutsche Außenpolitik Richtung Moskau als „Kompass“ für seine eigene Regierung.


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