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Porsche Holding gedeiht, Österreich-Markt leidet

Lange totgesagt und -geschrieben: Jahrelang schwebte eine Art Damoklesschwert über der Tochter von General Motors, da unklar war, ob die tra...

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Alain Favey warnt vor weiteren Steuerbelastungen für Autofahrer.
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Salzburg –Den Hauptgrund für den heurigen Rückgang bei den Neuwagenzulassungen in Österreich hat Alain Favey schnell gefunden. Der Geschäftsführer der Porsche Holding Austria Salzburg macht für das Minus im Ausmaß von vier Prozent die am 1. März erfolgte Erhöhung der Normverbrauchsabgabe verantwortlich. Die Maßnahme selbst habe für den Fiskus nichts bewirkt, unterm Strich seien der Regierung angesichts der erwarteten 305.000 Neuzulassungen sogar 71 Millionen Euro entgangen. Favey warnt daher vor neuerlichen Belastungen und regt Steuerentlastungen an: „Wir würden uns seitens der Regierung eine Initiative zur Belebung des österreichischen Pkw-Marktes wünschen. Von der könnten dann beide Seiten profitieren.“

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Profitabel war und ist das Geschäftsjahr 2014 für die Porsche Holding Austria trotz der Entwicklung in Österreich. Bis Ende November erreichten die Konzernmarken immerhin 35,6 Prozent Marktanteil, Favey spricht von einem Rekordniveau. Von einem Rekord kann der Geschäftsführer auch sprechen, wenn es um die weiteren Märkte geht, die die Porsche Holding Austria betreut: 615.000 Neuwagenauslieferungen werden aller Voraussicht nach am Ende des Jahres zu Buche stehen – das entspricht einem Zuwachs von vier Prozent. Zwar muss die Holding kräftige Einbußen in der vom Bürgerkrieg gezeichneten Ukraine hinnehmen, dafür legte sie in anderen Märkten Zentral- und Osteuropas zu. Zudem hat Favey die Ukraine mittelfristig nicht abgeschrieben: „Wir hoffen auf eine baldige Beendigung des Konflikts, um danach mit bestehendem Händlernetz rasch wieder zur Normalität zurückzukehren.“ Mit 43 Millionen Einwohnern und einer niedrigen Motorisierungsrate von 198 Fahrzeugen/1000 Einwohner verfüge die Ukraine über ein „enormes Wachstumspotenzial“, wie es von Seiten der Porsche Holding Austria heißt.

Etwas besser als der österreichische Gesamtmarkt entwickelt sich der Zulassungsstatistik zufolge das Bundesland Tirol. Bis Ende November beläuft sich das Minus auf 2,24 Prozent, die Neuzulassungen liegen bei 23.728 Stück (im Vorjahr waren es noch 24.271 Exem­plare). Marktführer mit deutlichem Abstand ist Marke Volkswagen, die mit 5633 Pkw einen Marktanteil von 23,12 Prozent erzielte. Dahinter befindet sich Skoda mit 6,9 Prozent, an dritter Stelle rangiert Audi mit 6,82 Prozent – das Podest ist damit in fester Hand des VW-Konzerns. (hösch)

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