Ski-Weltcup im Kühtai bleibt vorerst einmaliges Erlebnis
Ein weiteres Weltcup-Rennen im Kühtai ist vorerst nicht geplant. Die Trainingsgemeinschaft mit dem ÖSV soll aber gestärkt werden.
Kühtai – Die gelungene Premiere des Ski-Weltcups im Kühtai wird in absehbarer Zeit keine Neuauflage erleben. Der Kalender ist bereits bis zur Saison 2017/18 fixiert – der letzte Termin zur Nachweihnachtszeit wechselt jährlich zwischen Lienz und Semmering. „Momentan haben wir das Abkommen, dass sich die beiden Orte abwechseln. Die Basis passt gut. Aber es ist nicht die Zeit, um jetzt irgendetwas zu versprechen“, erklärte ÖSV-Sportdirektor Hans Pum, der noch einmal das Engagement des Österreichischen Skiverbandes hervorhob („Wir haben das Rennen hierher gebracht“).
Dennoch wolle Pum die Trainingsgemeinschaft mit dem Kühtai stärken, daneben könnten 2015 hier erstmals Europacup-Rennen stattfinden. Zudem soll der Tiroler Skiort so etwas wie eine Edelrolle im Notfall übernehmen. Pum: „Wir haben gemerkt, dass man hier kurzfristig etwas verlegen kann. Es ist gut, einen solchen Ort zu haben.“
Die Bilanz der Organisatoren fiel positiv aus. Insgesamt waren trotz starker Schneefälle rund 12.000 Zuschauer an beiden Tagen ins Kühtai gepilgert. Rund um Pistenchef Manuel Hujara werkten etwa 190 Leute an der Strecke, darunter auch viele Leute des SK Telfs (Toni Trenkwalder, Michael Mayr) sowie des Kitzbüheler Skiclubs. „Wir können uns gut vorstellen, das wieder zu machen“, meinte TVB-Chef Arthur Krasovic.
Die Organisationskosten, kurzfristig den Semmering-Weltcup übernommen zu haben, bezifferte er mit „rund einer Million Euro“. Auch der ehemalige Weltcup-Renndirektor Günter Hujara lobte: „Im Kühtai ist wirklich alles gegeben. Bei etwas mehr Zeit klappt das auch mit den Unterkünften.“ (rost)