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Eltern von mutmaßlichem Boston-Attentäter schweigen

Boston (Massachusetts) (APA/AFP) - Vor dem Beginn des Prozesses um den Anschlag auf den Marathon von Boston haben sich die Eltern des Angekl...

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Boston (Massachusetts) (APA/AFP) - Vor dem Beginn des Prozesses um den Anschlag auf den Marathon von Boston haben sich die Eltern des Angeklagten Dzhokhar Tsarnaev in Schweigen gehüllt. Der Vater Ansor Tsarnaev hob sein Mobiltelefon nicht ab, sprach nicht mit der Presse und beantwortete auch keine Fragen, die über Angehörige übermittelt wurden.

Am Montag beginnt vor einem Bundesgericht im US-Bundesstaat Massachusetts der Prozess gegen den überlebenden der beiden mutmaßlichen Attentäter. Dzhokhar Tsarnaev soll zusammen mit seinem älteren Bruder Tamerlan am 15. April 2013 am Ziel des Marathons zwei Bomben gelegt haben, durch die drei Menschen getötet und 264 weitere verletzt wurden. Auf ihrer Flucht erschossen die Brüder zudem einen Polizisten. Tamerlan wurde anschließend bei einer Verfolgungsjagd durch US-Sicherheitskräfte getötet. Die Anklage fordert die Todesstrafe für den mittlerweile 21-jährigen Dzhokhar Tsarnaev.

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Seit einer emotionalen Pressekonferenz kurz nach den Anschlägen äußerten sich die Eltern der Brüder nicht mehr öffentlich. Damals hatte die Mutter Subeidat Tsarnaeva den US-Sicherheitskräften vorgeworfen, Tamerlan bei einer Verfolgungsjagd ohne Not getötet zu haben. Die Eltern betonten, ihre Söhne seien unschuldig, und bedauerten, einst in die USA gezogen zu sein.

Die Familie tschetschenischer Herkunft war 2002 von Kirgistan in die USA ausgewandert. Zum Zeitpunkt des Anschlags waren die Eltern bereits nach Russland gezogen und lebten in der Hauptstadt der Kaukasusrepublik Dagestan, Machatschkala. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass sie im vergangenen Jahr die USA besuchten. Die Eltern sind inzwischen aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen und leben offenbar in getrennten Wohnungen.


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