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EU-Kommission sieht in „Grexit“-Debatte „Zeitverschwendung“

EU-Kommission-Vizechef Katainen warnt vor „hausgemachten Problemen oder Krisen“ für die Währungsunion. Es brauche Stabilität, betonte er am Dienstag.

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Kommissions-Vizepräsident Jyrki Katainen.
© EPA

Brüssel – Die EU-Kommission hat ein Ende der Debatte über einen möglichen Austritt Griechenlands aus der Währungsunion gefordert. Spekulationen über einen sogenannten Grexit seien „Zeitverschwendung“, sagte Kommissions-Vizepräsident Jyrki Katainen am Dienstag bei einer Veranstaltung in Brüssel. „Die Zugehörigkeit zur Eurozone ist unwiderruflich.“

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Die EU-Kommission werde alles daran setzen, die Integrität der Währungsunion zu erhalten. „Was wir jetzt brauchen, ist Stabilität“, sagte Katainen, der vor „hausgemachten Problemen oder Krisen“ warnte.

Die für den 25. Jänner geplanten Parlamentswahlen in Griechenland haben die Spekulationen über einen Austritt Athens aus der Eurozone neu entfacht. In Umfragen liegt das Linksbündnis Syriza vorn, das den von den internationalen Gläubigern auferlegten Sparkurs ablehnt. Katainen sagte bei einer Veranstaltung der europäischen Liberalen, Griechenland stehe international in der Pflicht. Er sei sicher, „dass die normalen griechischen Bürger wollen, dass ihre Verpflichtungen gegenüber den europäischen Bürgern respektiert werden““.

EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici sagte seinerseits, Brüssel werde „keine Position“ im griechischen Wahlkampf beziehen. Falls Syriza-Chef Alexis Tsipras tatsächlich Regierungschef werde, werde Brüssel mit ihm Gespräche führen. Moscovici verwies darauf, dass die Positionen Tsipras‘ bereits „im Wandel“ seien. „Wir können mit ihm unter bestimmten Bedingungen leben“, sagte der Franzose. (APA/AFP)

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