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Neuwagenabsatz rückläufig - Importeure: Für Private „echt teuer“

Wien (APA) - Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen ist im Vorjahr um 4,4 Prozent zurück gegangen, insgesamt wurden 305.000 Autos verkauft. Die Imp...

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Wien (APA) - Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen ist im Vorjahr um 4,4 Prozent zurück gegangen, insgesamt wurden 305.000 Autos verkauft. Die Importeure führen den Rückgang auf eine gestiegene Steuerbelastung zurück und warnen vor einer höheren Belastung von Firmenautos. In Deutschland entfielen im Vorjahr nur noch 36 Prozent der Neuzulassungen auf Private, Tendenz rückläufig.

„Für den privaten Autokunden ist das Autofahren echt teuer geworden. Deshalb gab es eine starke Zurückhaltung der Privatkunden, während die Firmenzulassungen halbwegs stabil waren“, sagte der Sprecher der Autoimporteure, Felix Clary und Aldringen, zu den „Salzburger Nachrichten“ (Mittwoch-Ausgabe). Dabei sei Österreich ein „Autoland“. „Insgesamt sichert die Branche 450.000 Arbeitsplätze und steuert 15 Milliarden Euro Steuern bei“, rechnete Clary vor.

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Laut einer aktuellen KPMG-Umfrage glauben die Führungskräfte der Autobranche, dass auch in den nächsten zehn Jahren die Premiummarken und Großanbieter marktbeherrschend sein werden. Mehr als die Hälfte der Befragten glaubt nicht an einen Umbruch in den kommenden fünf Jahren. Eine bedeutende Rolle wird der Technologie- und Kommunikationsbranche zugeschrieben.

Nach Berechnungen des deutschen ADAC sind die viel gepriesenen Elektroautos aufgrund des hohen Anschaffungspreises auch bei günstigeren Energiepreisen auf lange Sicht teurer als ein konventionell betriebenes Auto. In Österreich war das E-Auto noch vor zwei Jahren ein großes Thema in der Regierung, die Rede war von 200.000 E-Autos bis ins Jahr 2020 - davon ist Österreich aber meilenweit entfernt. Der Anteil an Elektroautos in Österreich liegt gerade mal bei 0,4 Prozent des Gesamtmarktes. Zum Vergleich: Von Jänner bis November des Vorjahres wurden 1.010 Porsche verkauft, dem standen 1.131 Elektroautos gegenüber.

In Deutschland ist der durchschnittliche Neuwagenkäufer mittlerweile 51 Jahre alt. In Österreich ist die Zahl jener, die zum B-Führerschein antreten, trotz steigender Bevölkerungszahl rückläufig. 2013 sank deren Zahl um sieben Prozent, berichtete kürzlich der „Kurier“. Je jünger und näher an der Stadt, umso höher fällt der Rückgang aus. Bei den 18-Jährigen beträgt das Führerschein-Minus rund zwölf Prozent.

„Wer im Auto sitzt, ist nicht mehr im Kreis seiner Freunde. Die Jugend ist so abhängig von SMS und anderen virtuellen Unterhaltungen - etwa auf Facebook - dass sie lieber mit der Bahn fährt, statt im Auto von der Kommunikation abgeschnitten zu sein“, erklärte dazu Verkehrsexperte Hermann Knoflacher.


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