Entgeltliche Einschaltung

Komet „Lovejoy“ zeigt sich am Himmel

Wien (APA) - Wer nach den Fotos der Mission „Rosetta“ von „67P/Tschurjumow-Gerassimenko“ auf den Geschmack gekommen ist, kann nun einen Kome...

  • Artikel
  • Diskussion

Wien (APA) - Wer nach den Fotos der Mission „Rosetta“ von „67P/Tschurjumow-Gerassimenko“ auf den Geschmack gekommen ist, kann nun einen Kometen quasi in freier Wildbahn beobachten: Der Komet „Lovejoy“ ist derzeit am Himmel zu sehen, teilte der Wiener Astronom Hermann Mucke mit. Spektakuläre Bilder sind allerdings nicht zu erwarten: „Lovejoy“ hat nur einen dünnen Schweif und zeigt sich eher als Nebelfleck.

Der Komet mit der offiziellen Bezeichnung „C/2014 Q2“ wurde am 17. August 2014 vom australischen Astronomen Terry Lovejoy entdeckt. Das Objekt umkreist die Sonne auf einer langperiodischen elliptischen Bahn, die rund 80 Grad zur Erdbahnebene geneigt ist. Am 7. Jänner stand er nach Angaben der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA) in einer Entfernung von 70 Mio. Kilometer der Erde am nächsten, am 30. Jänner 2015 erreicht er seinen sonnennächsten Punkt in einem Abstand von rund 193 Mio. Kilometer. Die Umlaufzeit des Kometen um die Sonne betrug vor der Annäherung ins innere Sonnensystem etwa 11.500 Jahre, danach wird sie sich auf rund 8.000 Jahre verkürzen.

Entgeltliche Einschaltung

Wie Alexander Pikhard von der WAA auf Anfrage der APA erklärte, ist „Lovejoy“ derzeit „ungefähr so hell wie die schwächsten Sterne, die man in dunkler Nacht mit freiem Auge leicht sehen kann“, und dürfte noch etwas heller werden. Noch besser lässt sich der Komet mit einem Fernglas oder einem Fernrohr beobachten. Er habe aber nur einen dünnen Schweif und zeige sich eher als kleiner Nebelfleck. Die beste Beobachtungszeit liegt um den Neumond am 20. Jänner. Der Komet befindet sich dann laut WAA im Sternbild Widder in der Nähe der Pleiaden, die man am Abend beim Blick Richtung Süden findet, und ist fast die ganze Nacht über zu sehen.

Hilfe bei der Suche nach dem Kometen bieten Sternkarten, die man etwa bei dem von Hermann Mucke betreuten Freiluftplanetarium am Georgenberg bei der Wotruba-Kirche in Wien-Liesing auf Papier und elektronisch auf der Homepage des „Astronomischen Büro“ (http://www.astronomisches-buero-wien.or.at/) oder der WAA (http://www.waa.at/hotspots/kometen/c2014q2/index.html) zu finden sind.

TT-ePaper 4 Wochen gratis lesen

Die Zeitung jederzeit digital abrufen, ohne automatische Verlängerung


Kommentieren

Entgeltliche Einschaltung