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Vermummte griffen Dienststelle der Leipziger Polizei an

Leipzig (APA/dpa) - Rund 50 Vermummte haben eine Außenstelle der Polizei in der ostdeutschen Stadt Leipzig angegriffen. Sie warfen Flaschen,...

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Leipzig (APA/dpa) - Rund 50 Vermummte haben eine Außenstelle der Polizei in der ostdeutschen Stadt Leipzig angegriffen. Sie warfen Flaschen, Steine und Farbbeutel gegen die Fassade und die Fenster aus Sicherheitsglas. Außerdem setzten sie bei der Attacke am Mittwochabend einen Streifenwagen in Brand.

Zwei Polizisten, die sich in dem Gebäude aufhielten, blieben unverletzt. Es entstanden mehrere zehntausend Euro Schaden. Der Angriff dauerte laut Polizei nur 30 Sekunden, danach verschwanden die Täter, mutmaßlich Linksextremisten, unerkannt in der Dunkelheit.

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Der sächsische Innenminister Markus Ulbig verurteilte den Angriff: „Dieser Auswuchs von Gewalt gegen eine Gruppe der Gesellschaft ist nicht hinnehmbar. Der Rechtsstaat wird alles unternehmen, um die Täter zur Rechenschaft zu ziehen“, sagte er am Donnerstag.

Im Internet kursierte ein anonymes Bekennerschreiben, das den Angriff mit dem Gedenken an Oury Jalloh begründete. Der Asylbewerber aus Sierra Leone war vor zehn Jahren unter noch immer ungeklärten Umständen in einer Polizeizelle in Dessau (Sachsen-Anhalt) verbrannt. Das Schreiben lasse keinen Zweifel an der politischen Motivation der Täter, erklärten die Ermittler. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen schweren Landfriedensbruchs und rief Zeugen auf, sich zu melden.


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