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USA ablehnend gegenüber Nordkoreas Angebot zu Atomtest-Moratorium

Pjöngjang/Seoul/Washington (APA/dpa) - Die USA haben ablehnend auf das Angebot Nordkoreas reagiert, vorläufig keine Atomtests mehr zu untern...

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Pjöngjang/Seoul/Washington (APA/dpa) - Die USA haben ablehnend auf das Angebot Nordkoreas reagiert, vorläufig keine Atomtests mehr zu unternehmen, falls die USA ihre Militärmanöver mit Südkorea in diesem Jahr aussetzen. Die Sprecherin des US-Außenministeriums, Jen Psaki, nannte das Angebot eine „indirekte Drohung“.

Psaki warf Nordkorea vor, die „Routine“-Manöver unpassenderweise mit der Möglichkeit eines neuen Atomtests in Verbindung zu bringen. Das Land solle alle Drohungen sofort einstellen und die nötigen Schritte zur atomaren Abrüstung unternehmen, wurde die Sprecherin von der „Washington Post“ online zitiert. Die USA seien jedoch nach wie vor offen für einen Dialog.

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Nordkorea hatte zuvor überraschend einen vorläufigen Verzicht auf neue Kernwaffentests angeboten, falls die USA ihre Militärmanöver mit Südkorea in diesem Jahr aussetzen. Nordkorea sei bereit, mit den USA über die Angelegenheit zu reden.

Nordkorea hat zwischen 2006 und 2013 drei Atomtests unternommen, auf die die Vereinten Nationen jeweils mit verschärften Sanktionen gegen das kommunistische Regime in Pjöngjang reagierten. Im Jahr 2012 hatte Nordkorea ein Abkommen mit den USA über ein Atomtest-Moratorium nach neuen Spannungen schon nach kurzer Zeit wieder aufgehoben.

Nordkorea wirft Südkorea und den USA regelmäßig vor, mit ihren gemeinsamen Manövern einen Angriff vorbereiten zu wollen, was beide Länder bestreiten. Forderungen Pjöngjangs, die Manöver zu stoppen, haben Washington und Seoul bisher stets mit dem Hinweis zurückgewiesen, dass die Übungen der Verteidigung dienten.


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