Auracher Vize tritt zurück
Nach der Aufregung um einen eingestellten Bau in der Auracher Kochau gibt es nun politische Konsequenzen im Gemeinderat.
Von Harald Angerer
Aurach –Bauangelegenheiten in der kleinen Gemeinde Aurach sind eine sensible Angelegenheit. Kein Wunder, ist der Kitzbüheler Nachbarort doch ein Brennpunkt der betuchten Immobilienkäufer. Besonders beliebt ist der Ortsteil Kochau. Noch vor Weihnachten ließ dort aber Bürgermeister Andreas Koidl einen Bau einstellen. Dieser wurde nicht bescheidgemäß errichtet, die TT berichtete.
Ausgerechnet das Unternehmen des Auracher Vizebürgermeisters Peter Obermoser war an dem Hausbau beteiligt. Bürgermeister Koidl forderte daraufhin Konsequenzen. Obermoser beteuerte, dass sein Unternehmen nichts falsch gemacht hätte. Dennoch zieht er nun die Reißleine und legt seine Funktion als Vizebürgermeister zurück. „Ein paar Zwischenwände eignen sich nicht für einen vorgezogenen Wahlkampf“, sagt Obermoser. Auch aus dem Bauausschuss verabschiedet er sich, er bleibt aber im Gemeinderat. Schon nächste Woche soll bei der Gemeinderatssitzung eine Entscheidung über den Nachfolger fallen.
Das wird eine ÖVP-interne Sache, dann alle drei darin vertretenen Listen sind VP-Listen. Koidl ist Bauernbündler (Wir Auracher) und Obermoser Wirtschaftsbündler (Aurach Aktiv). Auch der ÖAAB Aurach ist noch im Gemeinderat vertreten. Obermoser wünscht sich für seine Nachfolge einen gemeinsamen Kandidaten der drei Listen. „Es soll der Geeignetste die Funktion übernehmen, da geht es nicht um die Listen“, sagt Obermoser, der seit fast 20 Jahren im Gemeinderat vertreten ist.