Kaunertal konnte saisonalen Startvorteil nutzen

Das Kaunertal erzielte ein Nächtigungsplus von 13,3 Prozent. Ein Plus gab es auch im Paznaun, St. Anton chauffierte Gäste nach Ischgl.

© Wenzel

Landeck –Neben dem bezirksweiten Nächtigungskaiser Ischgl gilt das Kaunertal als klarer Gewinner in der ersten Zwischenbilanz zum Winter 2014/15. Das geht aus den jüngsten Zahlen der Landesstatistik bzw. der Wirtschaftskammer Landeck hervor.

Das Kaunertaler Plus von 13,3 Prozent im November und Dezember bedeutet eine der besten Zuwachsraten im Bezirk. Die Vermieter im Kaunertal durften sich über 47.706 Nächtigungen freuen. „Diese erfreulichen Zahlen sind vor allem auf die Höhenlage des Gletscherskigebietes zurückzuführen“, erläutert Armin Falkner, Obmann des TVB Tiroler Oberland. Dabei habe es in den milden Novembertagen noch erhebliche Einbußen gegeben, schildern einige Vermieter.

Auch Nauders habe in den Tagen vor dem Saisonstart gute Arbeit geleistet, so Falkner. „Dass Schneedepots im Skigebiet angelegt worden sind, hat sich bezahlt gemacht.“ Den Großteil der 59.020 Nächtigungen (plus 0,6 Prozent) hat das Reschendorf ab Mitte Dezember bis zum Jahreswechsel erzielt. Neu in Nauders ist die Marketing-Kooperation von TVB und Bergbahnen. „Das hat sich nur positiv bemerkbar gemacht, die Zahl der Zugriffe auf die Homepage hat sich verdreifacht“, weiß Geschäftsführer Manuel Baldauf.

Unangefochtener Nächtigungskaiser bleibt die Silvretta-Metropole Ischgl mit 274.380 Übernachtungen bzw. einem Plus von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Entscheidend war sicher auch, dass wir Ende November pünktlich in die Saison starten konnten“, resümiert TVB-Geschäftsführer Andreas Steibl. Trotzdem sei nicht alles wunschgemäß gelaufen. Wegen der Rubel-Krise müsse man im Jänner ein Minus von 20 Prozent bei russischen Gästen in Kauf nehmen. Wobei der Anteil an Gästen aus Russland und der Ukraine bei acht Prozent liege.

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Das Minus von 11,1 Prozent in St. Anton begründet Kammerfunktionär Andreas Fahrner so: „Am Arlberg hatten wir mit massivem Schneemangel zu kämpfen. Kurzentschlossene sind ausgeblieben.“ Um den Gästen trotzdem Skivergnügen zu bieten, habe man sie per Bus nach Ischgl gebracht. „Das hat sehr gut funktioniert“, schilderte Fahrner. (hwe)


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