Slalom-Spektakel in Schladming soll die letzten WM-Rätsel lösen

Erst am Mittwoch gibt der ÖSV sein 25-köpfiges Aufgebot für die Ski-WM 2015 bekannt. Einige prominente Athleten müssen um ihren Startplatz gehörig zittern.

Der Tiroler Michael Matt hat gute Karten, in Schladming den letzten Startplatz im Slalom zu ergattern.
© Gepa

Schladming – Österreichs Skiverband darf ein 25-köpfiges Aufgebot zur Alpin-WM 2015 entsenden. Der Kader wird am Mittwoch, also am Tag nach dem Nacht-Slalom in Schladming, bekannt gegeben. Härtefälle wird es nicht viele geben, dennoch müssen einige Athleten um ihr Ticket bangen. Prominenteste Opfer könnten u.a. Klaus Kröll, Christoph Nösig, Philipp Schörghofer, Andrea Fischbacher oder Bernadette Schild werden.

Andreas Puelacher, der Cheftrainer der ÖSV-Herren, hat bereits anklingen lassen, dass er nicht zwingend eine ganze Armada an Speed-Leuten mit in die USA, wo vom 2. bis 15. Februar die 43. FIS-Alpinski-WM in Vail/Beaver Creek über die Bühne geht, mitnehmen wird. Mit Hannes Reichelt, Matthias Mayer, Romed Baumann, Georg Streitberger, Max Franz, Otmar Striedinger und Vincent Kriechmayr stehen ohnehin bereits sieben Mann für die je vier Startplätze in Super-G und Abfahrt bereit.

Matt und Schwarz um fünften Startplatz

Die letzten Rätsel für die ÖSV-Spitze werden beim „Nightrace“ in Schladming gelöst. Da geht es zwischen den Youngsters Michael Matt und Marco Schwarz um den fünften Startplatz im WM-Slalom. Derzeit hat Matt junior, der in Wengen im Finale Laufbestzeit markierte, die besseren Karten.

Neben Kröll könnten auch die Riesentorlauf-Wackelkandidaten Nösig und Schörghofer zum Handkuss kommen. Denn der Tiroler oder der Salzburger könnten im WM-Riesentorlauf auch jederzeit von Mayer, der ohnehin in den USA sein wird, ersetzt werden.

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Prinzipiell dürfen für eine Alpin-WM insgesamt 24 Fahrer und Fahrerinnen plus die Titelverteidiger nominiert werden, höchstens aber 14 von einem Geschlecht. Zuletzt bei der Heim-WM 2013 in Schladming war der ÖSV mit einem 27er-Team angetreten, weil man mit Elisabeth Görgl (Abfahrt und Super-G), Anna Fenninger (Kombination) und Marlies Schild (Slalom) drei aktuelle Weltmeisterinnen im Feld hatte. In Schladming hat dann Marcel Hirscher im Slalom das einzige Einzel-Gold für den ÖSV geholt, der ÖSV-Sieg im Teambewerb ist für diese Rechnung irrelevant.

Schmidhofer und Sterz zeigten noch einmal auf

Womöglich aber hat das allerletzte Damen-Rennen vor der WM am Sonntag in St. Moritz noch einiges an der Diskussionsgrundlage für das Team in Colorado verändert. Denn im Super-G zeigten Nicole Schmidhofer als Sechste und Regina Sterz als Achte stark auf.

Weil auch Mirjam Puchner dank ihrer Gleitfähigkeiten immer ein WM-Thema ist, könnte Cheftrainer Jürgen Kriechbaum am Ende doch für ein größeres Speed-Kontingent plädieren. Dies würde sich dann unter Umständen auch auf die Größe der Herrenmannschaft auswirken.

Auf jeden Fall bangen muss im Lager der Damen mit Fischbacher die Super-G-Olympiasiegerin von 2010. Die Salzburgerin war im ganzen bisherigen Winter nie besser als 20. und könnte damit wie schon Olympia 2014 in Sotschi nun auch die WM 2015 verpassen. Fischbachers Trumpf ist, dass sie bei der WM-Generalprobe im Dezember 2013 auf der Raptor-Piste in Beaver Creek Achte geworden ist und damit bewiesen hat, dass ihr die anspruchsvolle WM-Piste liegt.

Ein ähnliches Schicksal könnte Bernadette Schild drohen. Die jüngere Schwester der zurückgetretenen Slalom-Königin Marlies Schild ist im Slalom-Weltcup derzeit nur fünftstärkste Österreicherin. (APA)


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