Syrische Oppositionsvertreter beraten in Moskau

Damaskus/Moskau (APA/AFP) - Syrische Oppositionsvertreter haben am Montag in Moskau Beratungen über einen Ausweg aus dem Bürgerkrieg begonne...

Damaskus/Moskau (APA/AFP) - Syrische Oppositionsvertreter haben am Montag in Moskau Beratungen über einen Ausweg aus dem Bürgerkrieg begonnen. Die Gespräche hinter verschlossenen Türen hätten wie geplant am Vormittag begonnen, berichtete die Nachrichtenagentur RIA Novosti unter Berufung auf russische Diplomaten.

Ab Mittwoch sollen Vertreter von Syriens Machthaber Bashar al-Assad dazustoßen. Die wichtigste Oppositionsgruppe, die Syrische Nationale Koalition, boykottiert die Verhandlungen allerdings. Sie hält Russland als Assad-Verbündeten für keinen neutralen Gastgeber.

Bisher seien etwa 25 Oppositionsmitglieder in der russischen Hauptstadt eingetroffen, erklärte Vize-Außenminister Michail Bogdanow. Die Zahl werde noch auf bis zu 30 steigen. Die Gespräche sind bis Donnerstag angesetzt.

Moskau hatte sich Anfang Dezember bereit erklärt, die Konfliktparteien zu einem Dialog einzuladen. Damaskus wird durch eine Delegation unter Führung seines UN-Botschafters Bashar Jaafari vertreten. Von Oppositionsseite sind vor allem Vertreter der von der syrischen Regierung „tolerierten“ inneren Opposition angereist.

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Assad stellte den Sinn des Treffens in einem Interview mit dem Magazin „Foreign Affairs“ in Frage. Zwar werde er Gesandte schicken, aber „mit wem werden sie verhandeln? Wen vertreten diejenigen, mit denen wir verhandeln?“.

In dem am Montag veröffentlichten Interview warf der syrische Präsident überdies den USA vor, durch deren Vorhaben, syrische Rebellen für den Kampf gegen die Jihadistengruppe Islamischer Staat im Ausland auszubilden, letztlich den IS zu stärken. Die meisten der Rebellen würden sich nämlich nach ihrer Rückkehr nach Syrien dem IS und anderen islamistischen Gruppen anschließen. „Die Idee an sich ist illusorisch“, sagte Assad.

Im syrischen Bürgerkrieg sind seit Beginn der Kämpfe vor fast vier Jahren Schätzungen zufolge mehr als 200.000 Menschen getötet worden. Millionen Syrer wurden zu Flüchtlingen im In- und Ausland.


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