Neue Sanktionen gegen Russland möglich

Brüssel – Die EU-Landwirtschaftsminister haben gestern in Brüssel über die Folgen des russischen Einfuhrverbots für viele westliche Lebensmi...

Die Sanktionen von EU und USA machen der russischen Wirtschaft, und auch der Währung, schwer zu schaffen.
© imago stock&people

Brüssel –Die EU-Landwirtschaftsminister haben gestern in Brüssel über die Folgen des russischen Einfuhrverbots für viele westliche Lebensmittel beraten. Moskau hatte mit der Einschränkung auf Sanktionen des Westens wegen der Ukraine-Krise reagiert.

Im vergangenen Jahr erwartet die Agrarmarkt Austria (AMA) einen Rückgang von rund 15 Prozent im Export Österreichs nach Russland. Den heimischen Agrarbetrieben entgingen durch das Embargo Einnahmen von rund 40 Mio. Euro. Weitreichender als die direkten Folgen des Embargos waren die Auswirkungen auf die gesamte europäische Lebensmittelwirtschaft. Polen und die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen mussten für Obst und Gemüse im Wert von mehreren hundert Millionen Euro neue Märkte finden.

Indes hat gestern der deutsche Außenminister Frank Walter Steinmeier neue Sanktionen gegen Russland wegen der Offensive der russischen Separatisten in der Ukraine nicht ausgeschlossen. Bei einem Treffen mit seinem lettischen Kollegen Edgars Rinkevics warnte Steinmeier die prorussischen Separatisten vor Angriffen auf die ukrainische Hafenstadt Mariupol. Russlands Außenminister Sergej Lawrow warf dem Westen vor, er missbrauche den Tod von ukrainischen Zivilisten, um eine „antirussische Hysterie“ zu schüren und neue Sanktionen auf den Weg zu bringen. Welche Bereiche die Sanktionen treffen könnten, wurde noch nicht bekannt. (APA, dpa)


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