USA schließen Botschaft im Jemen bis auf Weiteres

Sanaa (APA/AFP) - Wegen der weiter angespannten Sicherheitslage im Jemen haben die USA ihre Botschaft in der Hauptstadt Sanaa geschlossen. D...

Sanaa (APA/AFP) - Wegen der weiter angespannten Sicherheitslage im Jemen haben die USA ihre Botschaft in der Hauptstadt Sanaa geschlossen. Der reguläre Konsularbetrieb werde bis auf Weiteres eingestellt, teilte die Botschaft am Montag auf ihrer Website mit. Nur bei US-Bürgern betreffenden Notfällen sei noch eine „eingeschränkte Unterstützung“ möglich.

Als Grund für den Schritt nannte die Botschaft die Rücktritte in der jemenitischen Regierung sowie „anhaltende Bedenken wegen der Sicherheit“.

Wenige Stunden vor der Ankündigung waren Berichten zufolge in einer östlichen Wüstenregion des Jemen drei mutmaßliche Mitglieder des Terrornetzwerks Al-Kaida bei einem Drohnenangriff getötet worden. Die USA sind das einzige Land, das solche unbemannten Flugkörper in der Region einsetzt. Die jemenitischen Behörden haben die US-Angriffe auf das Netzwerk Al-Kaida auf der arabischen Halbinsel (AQAP) jahrelang geduldet; der zurückgetretene Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi gilt als enger Verbündeter Washingtons im Kampf gegen die Jihadisten-Gruppe.

Die Regierung Hadis ist jedoch seit dem Einmarsch der schiitischen Houthi-Miliz Ende September in Sanaa unter Druck geraten. In der vergangenen Woche besetzten die Milizen Präsidentenpalast und Regierungsgebäude. Der Staatschef sowie Ministerpräsident Khaled Bahah und sein Kabinett reichten daraufhin ihre Rücktritte ein. Am Sonntag verschob das Parlament in Sanaa zum zweiten Mal eine geplante Sondersitzung zu Hadis Rücktrittsgesuch. Offiziell ist dieser damit weiterhin nicht wirksam.

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