Juncker schließt Schuldenschnitt für Griechenland derzeit aus

Brüssel (APA/dpa) - Nach dem Regierungswechsel in Griechenland sieht EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker „keinen dringenden Handlung...

Brüssel (APA/dpa) - Nach dem Regierungswechsel in Griechenland sieht EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker „keinen dringenden Handlungsbedarf“ für einen Schuldenschnitt für das Euro-Krisenland. Ein Schuldenschnitt sei derzeit „nicht auf dem Radarschirm“ der EU-Kommission, sagte Juncker am Montagabend in den ARD-“Tagesthemen“.

Der neue griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras vom Linksbündnis Syriza fordert unter anderem einen Schuldenerlass der internationalen Kreditgeber.

„Griechenland wird sich an den Auflagen orientieren müssen, die Griechenland übernommen hat“, betonte hingegen Juncker. Er forderte: „Die Zielmengen müssen eingehalten werden. Wie Griechenland das im Detail macht, darüber können wir reden, aber das wird keinen Rückfall in frühere Irrungen und Wirrungen geben.“

Juncker lobte, das Land habe in den vergangenen Jahren „sehr erhebliche Fortschritte“ gemacht. Nun gehe es darum, auf dieser Grundlage eine Basis für mehr Wirtschaftswachstum, Arbeitsplätze und Investitionen zu schaffen. Einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone lehnte Juncker deutlich ab. „Das ist mehr Gerede als eine auf Tatsachen fundierte Analyse“, sagte der luxemburgische Ex-Ministerpräsident.

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