Leitbörsen in Fernost schließen mehrheitlich fester

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Dienstag mehrheitlich im Plus geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio stieg recht deutli...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Dienstag mehrheitlich im Plus geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio stieg recht deutlich um 1,72 Prozent auf 17.768,30 Punkte. Der FTSE Straits Times Index zeigte sich in Singapur bei 3.412,20 Zählern mit einem Plus von 0,40 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg 0,79 Prozent auf 5.511,50 Einheiten.

An den chinesischen Börsen ging es dagegen zum ersten Mal seit einer Woche auf breiter Front wieder nach unten. Hintergrund waren schrumpfende Profite in der Industrie. Der Hang Seng Index in Hongkong gab um 0,41 Prozent auf 24.807,28 Einheiten nach. Der Shanghai Composite verlor 0,89 Prozent auf 3.352,96 Punkte.

Nachdem der Wahlsieg der griechischen Linkspartei Syriza zum Wochenbeginn auch an Asiens Märkten für Sorgenfalten gesorgt hatte, gingen Investoren das Thema Griechenland nun insgesamt positiv an, sagten Marktexperten. Es gebe Optimismus, dass Griechenland in der Eurozone gehalten werden könne.

Weit vorne mit plus 5,68 Prozent fanden sich in Tokio die Papiere des Stahlherstellers JFE Holdings. Sie profitierten von einer Hochstufung durch Morgan Stanley. Exportwerten kam erneut der gesunkene Yen zugute: Die Titel des Autobauers Honda rückten um 1,95 Prozent vor, die von Konkurrent Toyota um 1,29 Prozent. Bei Toyota sorgte zudem eine geplante Änderung bei der Gehaltsstruktur in Japan für Schlagzeilen.

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Der Hang-Seng-Index in Hongkong sank hingegen um 0,41 Prozent und rückte damit etwas von seinem am Vortag erreichten Höchststand seit September ab. In Shanghai sackten die Papiere der Fluggesellschaften Air China und Chinese Eastern Airlines um mehr als zwei Prozent ab. PetroChina sowie Industrial & Commercial Bank of China verloren mehr als drei Prozent.

Die Gewinne der großen chinesischen Industrieunternehmen sprudeln nicht mehr so kräftig, war bekannt geworden. Sie zogen 2014 um durchschnittlich 3,3 Prozent an, wie das Statistikamt mitteilte. In den beiden Jahren davor waren die Profite noch um 12,2 und 5,3 Prozent gewachsen. Im Dezember brachen sie sogar um acht Prozent ein.

„Die Industrie sieht sich steigendem Druck ausgesetzt“, sagte der stellvertretende Minister für Industrie und Informationstechnologie, Mao Weiming. Die Regierung geht davon aus, dass die Unternehmen ihre Produktion in diesem Jahr etwas langsamer steigern werden. Sie rechnet mit einem Plus von acht Prozent nach 8,3 Prozent im vergangenen Jahr. Die Volksrepublik will ihre Industrie umbauen mit dem Ziel, höherwertige Produkte herzustellen. Dafür nimmt sie auch ein geringeres Wachstum in Kauf.

Am Vortag war weder in Indien noch in Australien gehandelt worden. Der zuletzt niedrigere australische Dollar sorge dafür, dass Aktien aus „Down Under“ für Übersee-Investoren billiger und somit attraktiver werden, kommentierten Händler das heutige Kursplus.


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