9,4 Millionen Italiener mit Beschäftigungsproblemen konfrontiert

Rom (APA) - 9,4 Millionen Italiener sind mit Beschäftigungsproblemen konfrontiert. Das ist ein Rekordhoch seit 2007, geht aus einer am Diens...

Rom (APA) - 9,4 Millionen Italiener sind mit Beschäftigungsproblemen konfrontiert. Das ist ein Rekordhoch seit 2007, geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Gewerkschaftsverbands CGIL hervor. Die Zahl umfasst Italiener, die arbeitslos, auf Kurzarbeit oder wegen Betriebskrisen gezwungenermaßen auf Teilzeit sind, ergab die Studie.

Neben fünf Millionen Arbeitslosen und Arbeitnehmern auf Kurzarbeit, müsse man 4,45 Millionen Personen mit unsicheren Arbeitsverhältnissen oder in Teilzeitarbeit dazurechnen. Besonders in Süditalien sei die Lage schwierig. Der Gewerkschaftsverband klagte über eine „dramatische Beschäftigungssituation“ und machte Druck auf die Regierung Renzi für zusätzliche Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit.

Die Arbeitslosigkeit in Italien ist im November 2014 auf ein Rekordhoch gestiegen. Die Arbeitslosenquote betrug 13,4 Prozent. Das war ein Prozentpunkt mehr als im November 2013 und der höchste Stand seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1977. 3,447 Millionen Italiener waren im November arbeitslos, das sind um 8,3 Prozent mehr als im Vergleichsmonat 2013. Gegenüber November 2013 sind um 264.000 Italiener mehr auf Arbeitssuche.

Die Jugendarbeitslosigkeit kletterte im November ebenfalls auf den Rekordwert von 43,9 Prozent, das waren um 0,6 Prozentpunkte mehr als im Oktober. 729.000 Italiener im Alter zwischen 15 und 24 Jahren seien auf Arbeitsuche, geht aus Angaben des Statistikamts Istat hervor.

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Die italienische Notenbank befürchtet, dass die Zahl der Arbeitslosen trotz einiger Signale des Wirtschaftsaufschwungs, die Italien nach über drei Jahren Rezession zu spüren bekommt, in diesem Jahr nicht sinken wird. Optimistischer ist die Regierung Renzi. Sie hofft auf positive Auswirkungen der im Dezember verabschiedeten Arbeitsmarktreform, die eine stärkere Flexibilität der Arbeitsverhältnisse ermöglichet. Von der Reform sollen Unternehmen profitieren, die mehr Mitarbeiter anstellen wollen.


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