EVG stellt Deutscher Bahn Ultimatum bis 30. Jänner

Fulda/Berlin (APA/AFP) - In den Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn hat die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) dem Konzern ein ...

Fulda/Berlin (APA/AFP) - In den Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn hat die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) dem Konzern ein Ultimatum bis zum 30. Jänner gestellt. Die EVG fordere von der Bahn für jeden Monat seit Auslaufen der Tarifverträge eine Abschlagszahlung in Höhe von 100 Euro für ihre Mitglieder, erklärte die Verhandlungsführerin der Gewerkschaft, Regina Rusch-Ziemba, am Dienstag in Fulda.

„Lehnt der Arbeitgeber ab, werden wir zum Warnstreik aufrufen. Verhandelt wird in dieser Frage jetzt nicht mehr“, fügte sie hinzu.

Die Mitglieder der EVG seien des „fortwährenden Taktierens des Arbeitgebers überdrüssig“, erklärte Rusch-Ziemba. Dies sei die einmütige Einschätzung des Bundesvorstands und der Tarifkommission gewesen, die zuvor in Fulda über die weiteren Schritte in dem Tarifkonflikt und mögliche Warnstreiks beraten hatten.

Am Freitag waren die Beratungen zwischen EVG und Deutscher Bahn nach mehreren Stunden unterbrochen worden. Dabei ging es um die Ausgestaltung einer Einmalzahlung an die Beschäftigten für das vergangene Jahr. Die Bahn legte der EVG nach eigenen Angaben ein „deutlich verbessertes Angebot“ vor, das „keinerlei Anlass für Arbeitskämpfe“ biete. Die Gewerkschaft beklagte jedoch, der Konzern wolle für die Bahn-Mitarbeiter im Dienstleistungsbereich eine niedrigere Zahlung als für die anderen Beschäftigten.

Im jüngsten Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn hat die EVG bisher nicht gestreikt. Die konkurrierende Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hingegen hatte in den vergangenen Monaten mehrfach mit teils sehr breit angelegten Arbeitskämpfen ihre Position unterstrichen. Die Verhandlungen der Bahn mit den beiden Gewerkschaften laufen jeweils separat; die nächste Runde des Konzerns mit der GDL ist für Mittwoch geplant.

~ WEB http://www.deutschebahn.com/de/ ~ APA362 2015-01-27/13:21


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