US-General für „riesige“ Anstrengung gegen Boko Haram

US-General David Rodriguez forderte die nigerianische Führung zu einem wirksameren Vorgehen gegen die Terrormiliz auf.

Mehr als 13.000 Menschen sind durch Anschläge und Angriffe der Boko Haram-Miliz seit 2009 ums Leben gekommen.
© Reuters/AFOLABI SOTUNDE

Abuja – Um gegen die islamistische Miliz Boko Haram in Nigeria die Oberhand zu gewinnen, bedarf es nach den Worten eines ranghohen US-Militärs einer „riesigen internationalen und multinationalen Anstrengung“. Die Geländegewinne der Islamisten seien Besorgnis erregend und die Zahl der vertriebenen Menschen „niederschmetternd“, sagte der Leiter des Afrika-Kommandos der USA, David Rodriguez, am Dienstag.

Die politische und militärische Führung Nigerias müssten wirksamer auf die Bedrohung der Islamisten reagieren. Rodriguez äußerte die Hoffnung, „dass sie uns mehr und mehr helfen lassen“. Der General äußerte sich beim Zentrum für strategische und internationale Studien, einer US-Denkfabrik.

US-Außenminister John Kerry hatte Nigeria bei einem Besuch in Lagos am Sonntag weitere Unterstützung im Kampf gegen Boko Haram angeboten. Das Land verfügt über die größte Armee in Westafrika, wird der Lage aber nicht Herr.

Die nigerianische Armee geht im Nordosten des Landes mit Bodentruppen und der Luftwaffe gegen Boko Haram vor - bisher aber wenig erfolgreich. Die Islamisten kämpfen seit Jahren mit Gewalt für ein Kalifat im armen und mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Seit dem Jahr 2009 soll die Gruppe bei Anschlägen und Angriffen auf Polizei, Armee, Kirchen und Schulen mehr als 13.000 Menschen getötet haben.

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