Kontroverse um das Massaker an Armeniern vor Menschenrechtsgericht

Straßburg (APA/AFP) - Im Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat am Mittwoch eine Anhörung über einen Rechtsstreit um die Ver...

Straßburg (APA/AFP) - Im Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat am Mittwoch eine Anhörung über einen Rechtsstreit um die Verwendung des Begriffes Völkermord für die Massaker an Armeniern im Osmanischen Reich begonnen. Die 17 Richter der Großen Kammer prüfen die Klage eines nationalistischen türkischen Politikers, der in der Schweiz wegen „Leugnen des Völkermordes“ an den Armeniern verurteilt worden war.

Die Richter wollen unter anderen Rechtsvertreter des Klägers und der Schweizer Regierung anhören. Armenien und die Türkei nehmen an dem Verfahren als Nebenparteien teil. Auch deren Rechtsvertreter sind zu der Anhörung angereist. Armenien wird durch eine renommierte Londoner Anwaltskanzlei beauftragt. Deren Chef Geoffrey Robertson soll die armenische Position gemeinsam mit seiner Kollegin Amal Clooney - der Frau des Filmstars George Clooney - verteidigen. Mit einem Urteil ist erst in einigen Monaten zu rechnen.


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