ÖSV-Kombinierer verzichten bei der WM auf Mario Stecher

Weil Mario Stecher nicht für die Weltcup-Bewerbe in Val di Fiemme nominiert wurde, rückt auch ein Start bei der WM in Falun in weite Ferne.

Kombinierer Mario Stecher kann seine Nicht-Nominierung für die WM-Generalprobe in Val di Fiemme nicht verstehen.
© Gepa

Wien – Mario Stecher hat keine Chance mehr auf einen Platz im ÖSV-WM-Aufgebot. Die Titelkämpfe in Falun hätten der wohl letzte Höhepunkt in der langen Karriere des heimischen Stars der Nordischen Kombination werden sollen – nach der Nichtnominierung für die Generalprobe ab Freitag im Val di Fiemme hat er keine Möglichkeit mehr, sich für das Großereignis zu empfehlen.

Stecher bestreitet nicht, dass mit der Teamführung vereinbart war, dass die drei Schlechtesten der Bewerbe von Sapporo nicht ins Val di Fiemme fahren würden. Doch nach einem 19. Platz und einem 9. Rang im Springen und damit bewiesener Aufwärtstendenz hätte er sich mehr Fingerspitzengefühl erwartet.

„Wenn man sich fragt, wer kann mir helfen bei der WM, dann würde allein das meine Aufstellung rechtfertigen“, meinte der 37-jährige Steirer gegenüber. „Ich frage mich, ob ich nicht eine faire Chance verdient hätte.“ Stecher hatte nach einem neuerlichen Eingriff an seinem lädierten Knie die interne Qualifikation für die ersten Bewerbe seiner 22. Weltcup-Saison verpasst und sich bis Sapporo auch nicht wirklich aufgedrängt. „Schade, dass ich überhaupt auf solche Entscheidungen angewiesen war und nicht von Haus aus gute Leistungen geboten habe“, meinte der Wahl-Tiroler.

Auch ein Karriereende ist möglich

In ein Loch falle er nach dieser Entscheidung nicht, betonte der Familienvater mit Wohnsitz im Pitztal. „Denn ich beschäftige mich ja schon lange damit, was ich nach meiner Karriere mache.“ Der nächste Bewerb nach der WM, der drittletzte der Saison, geht erst am 11. März in Trondheim in Szene. Ob mit oder ohne Stecher ist offen. „Das sind vier bis fünf Wochen, da muss ich mir reiflich überlegen, ob es Sinn macht“, sagte Stecher. „Ich lasse mir mit der Entscheidung Zeit und werde mich nach der WM äußern.“

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Cheftrainer Eugen, der lange Jahre Teamkollege Stechers gewesen war, meinte, andere Athleten hätten bessere Resultate erreicht. „Wir haben lange gehofft und ihm auch Zeit gegeben“, sagte der Steirer. Vor den drei Bewerben im Val di Fiemme hätten Bernhard Gruber, Lukas Klapfer und Philipp Orter gute Karten für eine WM-Nominierung, Christoph Bieler und Willi Denifl hätten Chancen. (APA)


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